"Mein Job bringt mich noch ins Grab": Jeder zweite Österreicher beklagt Überbelastung

Vorgesetzte interessieren Gesundheitsprobleme nicht Studie: Befragte nehmen den Minister in die Pflicht

"Mein Job bringt mich noch ins Grab": Jeder zweite Österreicher beklagt Überbelastung
© Bild: Corbis

"Mein Job bringt mich noch ins Grab" - Jeder zweite Österreicher klagt über gesundheitsrelevante Überbelastung durch die Arbeit. 53 Prozent sind laut einer Umfrage des Instituts "Oekonsult" der Meinung, ihr Beruf würde sie immer mehr belasten und sich bereits auf ihre Gesundheit niederschlagen.

Drei Viertel der Befragten sagten, ihren Arbeitgebern wäre ihre persönliche Gesundheit kein Anliegen. Auch anhaltende Gesundheitsprobleme würden Vorgesetzte nicht zur Freisetzung der betreffenden Mitarbeiter veranlassen, sind die Befragten überzeugt. Wer dauerhaft krank ist, fürchtet demnach ernsthaft um den Job.

Die Befragten nehmen auch Gesundheitsminister Stöger in die Pflicht: Er soll verstärkt den Dialog mit der Wirtschaft suchen und die Unternehmen in die Pflicht nehmen, gemeinsam mit der öffentlichen Hand mehr für nachhaltige Mitarbeitergesundheit zu tun. 69 Prozent der Umfrageteilnehmer richteten diese Forderung an den Minister. 31 Prozent sind dagegen, Gesundheitsanliegen und Wirtschaftsprogramme zu vermengen.

Kurze Fitnesspausen während der Arbeit tun der Mitarbeitergesundheit und damit auch den Unternehmen gut, sind 95 Prozent überzeugt. 96 Prozent der Befragen nehmen sich vor, dass 2011 das Jahr für mehr Gesundheit und gesundheitsfördernde Lebensweise werden soll.

(apa/red)

Kommentare

Na was! Der Traumzustand für jeden Staat. 50% der Pensionen gespart. Da kann man das Geld gleich an den nächsten Krachmandel-Staat \'verborgen\', um es dann gegen Wucherzinsen eh nicht zurückzukriegen. Ein Traumzustand für jeden Sozialstaat. Was da für ARBEITSPLÄTZE frei werden. Die Zunft der Grabsteinschleifer könnte sich endlich in Hermelin kleiden und in unserem Staate wäre es wieder ein wenig leichter, sich \'ois Politiga aa sozial zubetätign!\' Wie vorher. Herrlich der Zustand. Das Thema \'Überbevölkerung\' wäre bei uns keines mehr und der Franzi würde dem Opa (55) ein Büschel Gras unter die Nase halten und sagen: "Beiß\' eini, Oida! Wanns\'s Du ins Gras beißt, kriag ma nämlich an neuchn Fernseher!" Drum: sowie es einem möglich ist, RAUS aus dieser EU. Langsam wird es überall anders BESSER!

13 * mehr Steuern für den Fahrer als für den Treibstoff Der Taxiunternehmer muß typisch 13 * mehr Steuern und Abgaben auf den Fahrer als für den Treibstoff zahlen.

Da ist es doch logisch, wo die Priorität beim Sparen liegt, billiger Fahrer und nicht sparsames Auto.

Bauen wir das Steuersystem um, dann verlagern sich die Prioritäten, nehmen den Druck von den Mitarbeitern weg.

http://politik.pege.org/2010-manifest/

Kurzsichtig Irgendwie kurzsichtig. Wenn sich die Unternehmer nicht für ihre Mitarbeiter interessieren, haben sie letztendlich nicht auf sich selber geschaut, da ausschliesslich gute Mitarbeit meine Arbeit wirklich sicherstellen können.

Das ist eines der Geheimnisse, warum unsere Wirtschaft momentan nicht so gut funktioniert.

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
http://jachwe.wordpress.com

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Die einen jammern sie haben keine Arbeit, obwohl viele gar nicht arbeiten wollen und die anderen jammern, dass sie zu viel Arbeit haben.
Da soll sich ein Mensch auskennen!
Ich war immer froh, dass ich arbeiten konnte und tat gerne immer mehr, als ich hätte müssen - vor allem, wenn ich dann auch mehr verdienen konnte.
Heute wachsens behütet, beschützt und desinfiziert auf, brauchen zu Hause nix tun und wundern sich nach der Schule, dass man zum Geld verdienen arbeiten muß!
Nächtelang "Spaß haben", in Diskotheken rumlungern und saufen und in der früh hundemüde in die Arbeit und am Montag um 9 Uhr früh schon jammern, dass sich die Woche zieht!
Aber laut schreien, dass die Pensionisten zu viel Rente kriegen!

Schämts Euch!
(Ich habe durchschnittlich 60 Stunden in der Woche gearbeitet! Und das gerne!)

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Re: Die einen jammern jaja früher war alles besser ... ;-) - Sie haben den Artikel nicht ganz verstanden.

es geht ja nicht darum wieviel man arbeit sondern dass die Bedingungen und Umstände krank machen.

Und das ist nunmal heutzutage der Fall - und nicht weil Menschen weniger belastbar sind als früher.

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Re: Die einen jammern Ich denke ehrlich gesagt auch nicht, dass es nur die Arbeitsumstände sind, die uns krank machen. Ich denke, unsere Gesellschaft hat sich in den vergangegen Jahrzehnten immer weiter dahin entwickelt, dass jeder so unanhängig wie möglich sein möchte. Jeder möchte sein eigenes Haus/Wohnung, Auto, Gründstück, am besten überhaupt alles. Das hat viele Vorteile. Uns muss aber auch bewusst sein, dass wir zwar nicht mehr auf die Hilfe anderer ( Nachbarn, Freunde, Gemeinschaften, usw.) angewiesen sind, dafür sind wir aber umso abhängiger von unserem Job. Und das erzeugt Stress, Frustration und oft auch Depression. Unsere persönlich Unabhängigkeit müssen wir uns leider teuer erkaufen. Wenn man es von diesem Standpunkt aus betrachtet, dann war es früher besser, ja.

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Re: Die einen jammern was immer du auch bist. die letzten 2 sätze sind krank. vor einiger zeit fand eine befragung der jugend statt. über 80 prozent fanden pensionen ok. ich selbst habe in persönlichen gesprächen nie neid bemerkt. bin übrigens 66i

st51 melden

Überbelastet?? Schon den Kindern werden jegliche Hürden aus dem Weg geräumt. Man darf sie nicht rügen, sie nicht in die Schranken weisen etc. In der Wirtschaft sieht es anders aus. Dort zählt Leistung, effizientes Arbeiten und oh weh, das hat man ihnen nicht beigebracht. Wenn ein junger Mensch gefragt wird, was er sich von seinem Job wünscht heißt es Spaß und Fun haben (in einem Radiosendung vernommen).Man ist ja nicht belastbar, die Wirtschaft allein ist nicht das Problem, sondern auch die Einstellung jedes Erwachsenen. Ich arbeite auch schon viele Jahrzehnte, bin auch unter Druck und witzig ich schaffe das, weil man mir beigebracht hat mit diesem umzugehen.

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Re: Überbelastet?? Sie sind für mich ein Sinnbild der heutigen Gesellschaft; für die gibt es nur eine Richtung; entweder oder. Mit der Spaß und Fun Gesellschaft und der nicht belastbaren Jugend bin ich zu 1000 % bei Ihnen, andererseits muss schon festgehalten werden, dass ein mörderisches Preisdumping mit dem wirklich unmenschlichen, fast assozialen Argumenten: "Wenn`s dauernd krank san, warten scho hundert Andere, oder Sie kriagn ihr Göd erst nächtes Monat, der Ondare hot a net zoilt" betrieben wird. Tatsache ist, dass viele sich in das so moderne Burn Out Syndrom flüchten (sehr viele Trittbrettfahrer!!!), aber auch sehr viele Menschen wirklich bis aufs Letzte ausgenutzt werden und für die Firma nur Zahlen, Daten Fakten (bereits 40-jährige werden als zu teuer gekündigt) zählen.

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