Mehrere ausländische Soldaten im Irak getötet: Bush bleibt bei umstrittener Politik

Offenbar erneut US-Hubschrauber abgeschossen US-Präsident bekräftigt Kampf gegen das Böse

Bei Gefechten und Anschlägen sind im Irak acht ausländische Soldaten, darunter vier Briten und vier US-Amerikaner, getötet worden. Beim schwersten Zwischenfall starben im Westen der südirakischen Stadt Basra vier Briten, als ihr Kampfpanzer auf einen massiven Sprengsatz fuhr. Auch ein Zivilist, der als Übersetzer arbeitete, wurde den Angaben zufolge getötet, ein weiterer britischer Soldat schwer verwundet. Unmittelbar nach der Bombenexplosion griffen bewaffnete Aufständische die britische Einheit mit Schnellfeuergewehren und Panzerfäusten an.

Südlich von Bagdad wurde irakischen Angaben zufolge erneut ein US-Hubschrauber abgeschossen. Bewaffnete hätten die Maschine in Latifiya, 30 Kilometer südlich von Bagdad, unter Feuer genommen, sagte ein irakischer Militärsprecher. Der Hubschrauber sei zu Boden gegangen, US-Soldaten hätten das Gebiet abgesperrt. Ob jemand verletzt wurde, war zunächst nicht bekannt. Die US-Streitkräfte erklärten lediglich, man gehe dem Bericht nach. Insgesamt haben Aufständische dieses Jahr bereits mindestens acht US-Hubschrauber abgeschossen. Dabei kamen 28 Menschen ums Leben. Die meisten Opfer waren US-Soldaten.

Bei zwei Anschlägen in und um Bagdad wurden insgesamt vier US-Soldaten getötet. Wie das US-Militär mitteilte, kamen die Soldaten am Vortag durch Bomben ums Leben, die an Straßen deponiert worden waren.

Bush lehnte Truppenabzug erneut ab
US-Präsident George W. Bush lehnte vor Beginn seines Osterurlaubs erneut alle Forderungen nach einem Truppenabzug aus dem Irak ab. "Der Gegner bemisst den Konflikt im Irak nicht in Begriffen von Zeitplänen", sagte Bush bei einem Besuch der Kaserne Fort Irwin in Kalifornien. Dort bereiten sich Soldaten zurzeit auf ihre bevorstehende Verlegung in den Irak vor.

Bush räumte ein, dass das US-amerikanische Volk den Krieg satt habe. Es gehe dort aber nicht um einen Bürgerkrieg, sondern um einen Kampf gegen das Böse. "Und ich glaube, wir haben eine Verpflichtung, uns vor diesem Bösen zu schützen." Der US-Kongress hat die Bewilligung von Budgetmitteln für den Militäreinsatz im Irak an die Forderung geknüpft, die Kampftruppen im nächsten Jahr abzuziehen. Bush hat sein Veto dagegen angekündigt.

(apa/red)