Mehrere Opfer bei Anschlag in Dagestan:
Selbstmordattentäter sprengt Militärbasis

Dutzende werden auf russischem Stützpunkt verletzt Attentäter benutzt ein mit TNT beladenes Fahrzeug

Mehrere Opfer bei Anschlag in Dagestan:
Selbstmordattentäter sprengt Militärbasis © Bild: Reuters

Bei einem Autobombenanschlag auf einen russischen Militärstützpunkt im Nordkaukasus hat ein Selbstmordattentäter mindestens drei Soldaten mit in den Tod gerissen. Anderen Quellen zufolge gab es sogar fünf Tote. 32 Menschen seien bei dem Attentat in der Teilrepublik Dagestan verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Im Nordkaukasus, in dem auch die Konfliktrepubliken Tschetschenien und Inguschetien liegen, kämpfen islamistische Separatisten seit Jahren gegen kremltreue Einheiten für ein unabhängiges "Emirat". Der Attentäter raste den Angaben zufolge mit seinem Auto in der Nacht zum Sonntag in das Tor des Stützpunktes bei der Stadt Buinaksk. Das Fahrzeug sei mit bis zu 50 Kilogramm des Sprengstoffs TNT beladen gewesen. Wachmänner hätten den Eingang eilig mit Lastwagen blockiert und damit noch mehr Opfer verhindert. Mehrere Verletzte wurden in ein Spezialkrankenhaus im südrussischen Rostow am Don geflogen. Als Ermittler zum Tatort fuhren, explodierte am Straßenrand eine weitere Bombe. Dabei wurde niemand verletzt.

Am Vortag hatte der dagestanische Minister für die Nationalitätenpolitik, Bekmursa Bekmursajew, ein Attentat leicht verletzt überlebt. Sein Fahrer wurde getötet und zwei Leibwächter wurden verletzt, als ein Sprengsatz unter Bekmursajews Wagen explodierte. Unterdessen wurde ebenfalls in Dagestan die Leiche eines Polizisten gefunden, der am Freitag entführt worden war.

(apa/red)