Mehr Verkehrsunfälle auf unseren Straßen:
Anstiege bei Motorradunfällen und Kindern

Von Jänner bis Juli gab es 19.102 Verkehrsunfälle Zunahme um 47 Verkehrstote auf insgesamt 324

Mehr Verkehrsunfälle auf unseren Straßen:
Anstiege bei Motorradunfällen und Kindern

Im ersten Halbjahr 2007 ereigneten sich deutlich mehr Verkehrsunfälle als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Und nicht nur das: Laut Statistik Austria gab es auch in anderen Bereichen signifikante Anstiege. So wurden mehr Verkehrstote registriert, mehr Motorradunfälle, mehr Verletzte und Tote durch alkoholisierte Lenker sowie mehr getötete Kinder.

Für den Verkehrsclub Österreich (VCÖ) ist diese Bilanz "katastrophal" und "alarmierend". Der ÖAMTC fordert mehr Geschwindigkeitsdisziplin und defensive Fahrweise. Der ARBÖ drängt auf eine rasche Reform des Mopedführerscheins.

Die Zahlen im Detail: Von Jänner bis Juli 2007 ereigneten sich auf den heimischen Straßen 19.102 Verkehrsunfälle, bei denen 24.850 Personen verletzt und 324 getötet wurden. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2006 bedeutet dies eine Zunahme um fast 2.100 Unfälle (plus 12 Prozent), um rund 2.500 Verletzte (plus elf Prozent) sowie 47 Tote (plus 17 Prozent).

Im Bundesländervergleich schnitt lediglich das Burgenland positiv ab (minus acht Prozent). In allen anderen Ländern stieg die Unfallzahl. Teilweise sogar dramatisch: In Niederösterreich (plus 18 Prozent mehr Unfälle) starben von Jänner bis Juli 2007 insgesamt 21 Menschen mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres, in Salzburg ereigneten sich um 20 Prozent mehr Unfälle.

46 Prozent mehr Biker-Unfälle
Besonders stark angewachsen ist die Zahl der Verkehrsunfälle mit einspurigen Kraftfahrzeugen. In den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres verunglückten knapp 1.400 Biker, was einem Plus von 46 Prozent bei Unfällen sowie einem Plus von 51 Prozent bei den Todesopfern bedeutet. Jeder sechste Verkehrstote war ein Motorradfahrer.

Um die 60 Prozent betrug laut Statistik Austria die Zunahme der Unfälle bei jungen Mopedfahrern im Alter von 15 und 16 Jahren. Die Zahl der verunfallten Radfahrer - nämlich 2.814 - wuchs ebenfalls um 43 Prozent.
(apa/red)