Mehr Rechte für Ältere: Hundstorfer
fordert Ausbau des Kündigungsschutzes

Sozialminister plant Maßnahmenpaket für neues Jahr Wirtschaftskammer ist von Vorstoß wenig begeistert

Mehr Rechte für Ältere: Hundstorfer
fordert Ausbau des Kündigungsschutzes © Bild: APA/Jaeger

Sozialminister Rudolf Hundstorfer will im neuen Jahr ein Maßnahmenpaket schnüren, um ältere Beschäftigte länger im Berufsleben zu halten. Dabei überlegt der Minister auch einen Ausbau des Kündigungsschutzes für ältere Arbeitnehmer.

Im Gespräch mit der "Presse" kündigt Hundstorfer dazu für Jänner/Februar Gespräche mit den Sozialpartnern an. Dabei sollen auch Anreizsysteme für längeres Arbeiten ein Thema sein.

Arbeitslosigkeit vor Pension
Derzeit werden viele Menschen zuerst arbeitslos, bevor sie in Pension gehen. Wenn man wolle, dass Menschen länger arbeiten als bisher, müsse man auch dafür sorgen, dass sie dies tatsächlich könnten, argumentiert der Ressortchef. Er stehe dazu, ältere Arbeitnehmer speziell zu schützen, auch wenn von der Wirtschaft bereits die jetzigen Schutzbestimmungen als Hindernis für die Beschäftigung Älterer angesehen werden. Ab welcher Altersgrenze ein derartiger besonderer Kündigungsschutz gelten solle, lässt der Sozialminister vorerst offen: "Sie werden von mir nicht hören, das muss jetzt mit 50 einsetzen. Das muss man verhandeln."

Wirtschaftskammer kritisiert Vorstoß
In der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist man wenig begeistert von den Überlegungen Hundstorfers, diesen Schutz zu verstärken. "Ein besonderer Kündigungsschutz ist ein Einstellungshindernis", stellt Martin Gleitsmann, Sozialexperte in der WKÖ, laut "Presse" fest. Deswegen habe man auch den Kündigungsschutz für Lehrlinge gelockert.

Sozialminister Hundstorfer betont, dass die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft notwendig sei, um das Ziel, "länger und gesünder im Erwerbsleben bleiben zu können", zu erreichen. In Schweden gebe es finanzielle Vorteile für Betriebe mit weniger Krankenständen bei älteren Mitarbeitern, in Österreich gebe es keinen solchen Anreiz.

(apa/red)

Kommentare

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Hundstorfer Der gute Mann hat die Realität des Arbeitslebens und der Wirtschaftsregeln offenbar noch immer nicht verstanden. Kann es sein, dass der Job falsch besetzt ist ?

christian95 melden

NEIN! Ein Parteibuch, das Richtige, genügt!

christian95 melden

Völliges Versagen von AK und ÖGB! Veränderung des Einkommens zwischen 1999 bis 2009:
Arbeiter - 9%
Angestellte +4%
Beamte und Politiker + 26%

Quelle: http://diepresse.com/images/uploads/e/8/3/622211/beamte_sieger_jahrzehnts_01s17einkommen-entwicklung-20101231151611.jpg

christian95 melden

Neugebauer (ÖVP) war viel erfolgreicher! Beamte verdienen (lt. Statistik) um 1/3 mehr wie alle anderen Arbeitnehmer!
Foglar, Tumpel, Heinisch-Hosek & Co (alle SPÖ) können sich ein Beispiel nehmen!

Weniger wie € 200.- Steuer pro Jahr! Zahlen 160.000 Bauern in Österreich.
Bis € 8.300 Monatseinkommen werden sie mit einer kleinen Pauschalsteuer veranlangt.
Von solcher Großzügigkeit können Arbeiter, Angestellte, Beamte und Pensionisten nur träumen!

Wie lange können wir das noch finazieren? Über 770 aktive Politiker im Bund, Ländern und Bundesrat, mit einem Heer an Spitzenbeamten.....
Weit über 4.000 ehemalige Politiker beziehen zwischen 10.000 und 15.000 Pesnion. Von den vielen Beamten sind keine Zahlen bekannt. 77.000 aktive Beamte haben lediglich die Länder. Dazu kommt der Bund, Bundespräsident, Bundesrat und BH´s....
Spitzenbeamte mit über 7.000 Pension haben: Gerichte, Staatsanwälte, Ministerien, Bundespräsident, Palament, Landtage, Unis, Gymnasien, Landtage, Landesregierungen, BH´s. Wetterdiesnte, Bundesheer usw....

christian95 melden

Pro Kopf Zuschuss bei den Pensionen Pensionszuschuß: pro Kopf

Beamte 100%
Bauern 92%
Selbständige 78%
ASVG 18%

Kein ASVGler bekommt 14.000 Pension! Politiker und Beamte schon!

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Re: Pro Kopf Zuschuss bei den Pensionen Gute Zahlen für die nächsten Lottozahlen (leider gehen die nur bis 45)

christian95 melden

Die beiden selbsternannten Pensionistenvertreter Blecha (SPÖ) und Khol (ÖVP) bekommen jedes Monat etwa 14.000 Pension. Das lt. Statistik 18,7 Jahre lang. Danach die Witwe 8,2 Jahre.
Um das zu finanzieren sollen ASVGler gefälligst länger arbeiten!

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Re: Pro Kopf Zuschuss bei den Pensionen OK. aber fragen sie mal was ein kleiner C - Finanzbeamter als Pension bekommt. Also werfen Sie bitte nicht alle Beamte in einen Topf.

christian95 melden

Re: Pro Kopf Zuschuss bei den Pensionen Völlig richtig!
Die "kleinen" Beamten verdienen nicht viel. Sogenannte Spitzenbeamte (das wird man nur mit dem richtigen Parteibuch) um so mehr.
Spitzenbeamte gibt es vom Bundespräsidenten, Parlament, Minsisterien, Landtage, Landesregierungen, BH´s, Unis, Gymnasien, Polizei, Gericht, Staatsanwälte, Heer, Wetterdienste usw...

Da kann Hundsdorfer gleich bei der tiefroten ÖBB beginnen! Beim Staat, der ÖBB, Nationalbank und vielen Energieversorgern dürfen/müssen die Leute ab 50 in Pension gehen. Zufällig sind das jene Arbeitsplätze, die man ohne Parteibuch sonst nicht bekommt.
Zum Ausgleich sollen Leute aus der Privatwirtschaft bis 65 oder noch länger arbeiten.
Damit alle Griechen weiterhin unter 60 in Pension gehen können, bekommen sie von der EU und uns Mrd. Unterstützungen!

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Kündigungsschutz = Einstellungsverbot 1993 Suche nach einem Verleger für mein Buch "Aufstieg zum Solarzeitalter", doch ausgerechnet als das Buch fertig ist Konkurs des Verlegers. Er hatte eine Angestellte knapp nach dem 50sten Geburtstag gekündigt. 3 Jahre Prozess, Urteil 3 Jahre Lohnnachzahlung. Vom Arbeitsgereicht drekt zum Konkursantrag.

Knapp davor wollte der Verleger einen Vertreter einstellen. "Bitte sagen Sie mir die Wahrheit, was ist mit mir los, ich habe die besten Zeugnisse, aber niemand nimmt mich"

Verleger: Sie sind über 50. Spezieller Kündigungsschutz. Ich habe gerade einen Prozess laufen, der mir die Firma kosten könnte.

Berndorferbaer melden

Re: Kündigungsschutz = Einstellungsverbot ja genauso ist es, da wird nichts übertrieben. wenn du ein gewisses alter hast, bekommst du keinen job mehr. founder, gott sei dank hatte ich nie das problem. aber von mir gute freunde schon. fazit, ein junger wird nicht eingestellt, aber auch kein alter.

die älteren dürfen bis 70 arbeiten, daß die jungen keinen arbeitsplatz bekommen, der wird von "alten" gebraucht. wer bezahlt dann den pensionsbeitrag für die jungen, die auch einmal in pension gehen??? da sieht man von wo hundsdorfer herkommt. da wird der unwille für arbeit bei jugendlichen noch unterstüzt. von wo bekommen die jugendlichen dann ihr geld zum leben? zum feiern und unterwegs sein? vom sozialamt? oder vom "besorgen"
die alten haben sich ihren lebensabend redlich verdient, so soll es auch bleiben. am liebsten wäre es, wenn einer die pension gar nicht erlebt, dann braucht er sie aber auch nicht einzubezahlen.

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