Mehr Österreicher als Deutsche: 7.000 Voranmeldungen für Medizin-Studium

Eignungstest finden im Juli dieses Jahres statt

Knapp 7.000 Personen wollen im Wintersemester 2006/07 ein Medizin-Studium in Wien oder Innsbruck beginnen. Das steht nach Ablauf der seit 1. Februar laufenden Frist für die verpflichtende Voranmeldung an den beiden Unis fest: Alle Interessenten mussten sich bis zu diesem Zeitpunkt im Internet für den Eignungstest anmelden, der im Juli stattfindet und über die Zulassung zum Studium entscheidet.

Unter den 6.914 Interessenten sind 3.352 Österreicher und 3.044 Deutsche, insgesamt stehen 1.140 Studienplätze für Human- und Zahnmedizin zur Verfügung. Am ersten Tag der Frist hatten sich bereits mehr als 2.000 Personen angemeldet, am zweiten 700 - anschließend ließ der Ansturm nach, um am letzten Tag noch einmal auf knapp 500 Anmeldungen anzusteigen.

Nach der neuen, von der Regierung beschlossenen Quotenregelung sind 75 Prozent der Studienplätze für Österreicher reserviert, 20 Prozent für Bürger anderer EU-Länder und fünf Prozent für Nicht-EU- Bürger. Südtiroler, Luxemburger und Liechtensteiner gelten dabei als Österreicher.

In Wien und Innsbruck wird für die Zulassung zum Studium ein seit vielen Jahren verwendeten Eignungstest eingesetzt. Dieser wird am 7. Juli durchgeführt. Bei dem Verfahren handelt es sich nach Angaben der Unis um keine Aufnahmeprüfung, bei der Wissen abgefragt wird, sondern um einen Test, bei dem die Eignung für ein Medizinstudium und den späteren Arztberuf ermittelt wird.

An der Medizin-Universität Graz ist das Procedere für die Aufnahme im kommenden Studienjahr noch nicht fixiert. In Wien und Innsbruck geht man deshalb davon aus, dass auch viele unter den Vorangemeldeten sind, die eigentlich nach Graz wollen, sich sicherheitshalber aber in Wien oder Innsbruck angemeldet haben.

(apa)