Mehr Geld für Pensionisten? ÖGB-Boss
Hundstorfer fordert Erhöhung um 2,1 %

Will auch mehr Geld für die Abfertigung neu

ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer schließt sich den Forderungen der Seniorenorganisationen an und verlangt eine Pensions-Erhöhung von 2,1 Prozent. Für die Herbstlohnrunde erwartet sich der Gewerkschaftschef einen "ordentlichen Anteil vom Kuchen". Mehr Geld will Hundstorfer auch für die Abfertigung neu.

Der Beitragssatz könnte seiner Vorstellung nach bis auf drei Prozent hoch schnellen, so Hundstorfer in einem Interview mit der APA. Schließlich möchte der ÖGB-Chef eine radikale Reform des Blum-Lehrlingsbonus und ist bereit, über eine weitere Öffnung des Arbeitsmarkts bereits 2009 zu diskutieren.

Grundsätzlich bleibt der ÖGB zwar bei seiner Position, dass die Einschränkung der Freizügigkeit am Arbeitsmarkt für die EU-Oststaaten bis 2011 gelten soll, jedoch könne man zumindest darüber reden, in weiteren Sektoren eine Öffnung zu ermöglichen, konzediert Hundstorfer. Schließlich gebe es ein europaweites Facharbeiter- Problem - "und das müssen wir lösen". Nun trete man im Herbst in einen Gesamtdialog, dessen Ergebnis sein könne, dass alles so bleibe wie bisher, aber auch, dass weitere Sektoren aufgemacht werden.

Will mehr Geld für Abfertigung neu
Verbesserungsbedarf sieht Hundstorfer auch, was die Abfertigung neu angeht, die angesichts der schlechten Renditen der Mitarbeitervorsorgekassen zuletzt in Verruf gekommen war. Auch wenn das (von den Sozialpartnern erarbeitete, Anm.) Modell an sich "ok" sei, müsse man sich bemühen, im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen "entsprechende Weiterentwicklungen" zu erreichen. Konkret geht es um den Beitragssatz von 1,53 Prozent, der nach Meinung des Präsidenten einer Erhöhung bedarf. Auf die Frage, wie der Wert künftig aussehen sollte, antwortete Hundstorfer mit "bis zu drei Prozent".

(apa/red)