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Mehr als 40 Zivilisten bei Kämpfen in Aleppo getötet

Auf dem umkämpftesten Schlachtfeld des syrischen Bürgerkriegs wächst der Druck auf die Rebellen

Bei gegenseitigen Angriffen syrischer Rebellen und Regierungstruppen in der heftig umkämpften Großstadt Aleppo sind mindestens 43 Zivilisten getötet worden. Alleine beim Beschuss der von Regierungseinheiten gehaltene Stadtteile durch Aufständische seien am Freitagabend 34 Unbeteiligte umgekommen, berichtete die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Mehr als 200 Menschen seien verletzt worden. Die Truppen des Machthabers Bashar al-Assad reagierten mit Luftangriffen und Artilleriefeuer. Dabei wurden nach Angaben der Beobachtungsstelle neun Zivilisten getötet, darunter sechs Kinder.

Regierungstreue Verbände waren in den vergangenen Tagen so nah an die letzte Versorgungsstraße der Rebellen herangerückt, dass sie die Route in Richtung Türkei unter Feuer nehmen konnten. Damit sind die Rebellen momentan von der Außenwelt abgeschnitten. Die wichtige Straße und ihr Umfeld standen auch am Samstag unter Feuer. Schätzungen, wie viele Menschen sich in dem von Rebellen gehaltenen Teil der Stadt aufhalten, variieren stark. Es wird von bis zu 300.000 Menschen ausgegangen.

Aleppo ist zwischen Anhängern der Regierung und der Opposition geteilt und seit Jahren umkämpft. Eine von der syrischen Führung am Mittwoch verkündete einseitige dreitägige Waffenruhe war nicht eingehalten worden. Trotzdem verkündete die syrische Armee am Samstag aber die Verlängerung der landesweiten Feuerpause um 72 Stunden bis Dienstag um Mitternacht.

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