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Mehr als 3.000 Menschen nutzten Wiener Notquartiere

Mit Niveau 2016/17 vergleichbar

In der kalten Jahreszeit stockt Wien mithilfe von diversen Sozialeinrichtungen jedes Jahr das Angebot von Notschlafstellen auf. Im Winter 2017/18 standen am Höhepunkt der Kältewelle im Februar mit bis zu minus 20 Grad 1.275 Plätze zur Verfügung, die von mehr als 3.000 verschiedenen Personen in Anspruch genommen wurden, zog Sozialstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) am Donnerstag Bilanz.

Mit aktuellem Stand nächtigten 3.080 Menschen in den Einrichtungen - nur knapp ein Sechstel davon waren Frauen (530). Die Zahl werde aber noch etwas nach oben gehen, da noch nicht alle Stellen vollständig eingemeldet hätten, hieß es vom Fonds Soziales Wien, der das Angebot koordiniert. Somit werde man wieder auf dem Niveau des vorangegangenen Winters liegen. 2016/17 nutzten 3.200 Obdachlose die Übernachtungsmöglichkeiten.

Heuer lag die Gesamtauslastung bei durchschnittlich 82 Prozent, an Spitzentagen sogar bei 95 Prozent. Am öftesten nahmen Österreicher einen warmen Schlafplatz in Anspruch, gefolgt von rumänischen, ungarischen und slowakischen Staatsbürgern. Der Großteil der Nächtiger benötigte übrigens ein Nachtquartier für zehn bis 14 Tage.

Birgit Hebein, Sozialsprecherin der Grünen, sagte, der Erfolg der Maßnahmen lasse sich in einer Zahl zusammenfassen: Im vergangenen Winter seien null Menschen in Wien der Kälte zum Opfer gefallen. Das "Winterpaket" läuft jährlich von November bis April. In den restlichen Monaten stehen rund 300 Notschlafplätze bereit.

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