Mehr als 356 Weihnachtsmarkt-Hütten und Punschstände: Stenzel sieht Limit in Wien

Kein Ausschank am Stephansplatz

Die Bezirksvorsteherin der Wiener Innenstadt, Ursula Stenzel, sieht die City am Limit: Mehr als 356 kommerziell betriebene Punschstände und Weihnachtsmarkt-Hütten würden in der Vorweihnachtszeit in ihrem Bezirk betrieben, erklärte sie in ihrer Aussendung. Sie verteidigte die "Respektzone" um den Stephansplatz und kündigte für den Februar Gespräche um eine transparente Vergabe der Stände an.

Laut Stenzel ist für die Bewohner, aber auch viele Touristen und Geschäftsleute die Grenze erreicht bzw. bereits überschritten. "Ich begrüße daher auch ausdrücklich, dass die Kirche heuer darauf verzichtet, auch noch am Stephansplatz - dem spirituellen Zentrum Wiens und Österreichs - mit Alkoholkonsum Spenden für die Dom-Sanierung zu lukrieren", so Stenzel. Sie erinnerte daran, dass der Verein "Rettet den Stephansdom", Caritas, die Dompfarre sowie Bezirksvertreter sich bereits im Frühjahr 2006 darauf geeinigt hätten.

Nach Angaben der Bezirksvorsteherin sehen auch die Geschäftsstraßenvereine einige Stände als störend an, und zwar vor allem die mobilen Spielarten, bei denen neben Punsch auch Würstel und anderes verkauft würde. Es werde daher eine Bestandsaufnahme geben, und auch die Bezirksvorstehung werde die Vereine zu einem Gespräch bitten. "Ziel ist es, eine faire und transparente Vergabe von karitativen Punschständen zu diskutieren und einen Interessensausgleich zwischen den Vereinen und anderen Standbetreibern zu erreichen", so Stenzel.
(Apa/red)