Mehl wird teurer: Bäcker rechnen mit Preis- höhungen bei Brot und Gebäck im Herbst

Bäckerinnung rechnet mit Weitergabe der Erhöhung Mühlenindustrie erhöht Entgelte um 15 bis 20 Prozent

Brot und Gebäck dürfte im Herbst teurer werden. Nach einer angekündigten Preiserhöhung bei Mehl werden im Herbst voraussichtlich auch die Bäcker nachziehen. "Wir versuchen die Preise so lange wie möglich stabil zu halten", erklärte Bundesinnungsmeister Heinz Hofmann. Aber Mehl sei ein "großer Faktor", damit sei ein Anstieg der Brotpreise zu erwarten.

Das Ausmaß der Preiserhöhung hänge auch von der bevorstehenden Lohnrunde in der Bäckerbranche ab, die im Oktober beginnt. Offen ist auch noch, ob und wie weit gewerbliche Mühlenbetreiber ihre Preise anpassen. Jedem Bäcker ist die Preisgestaltung selbst überlassen, eine einheitliche Preisgestaltung wäre nicht EU-konform. Brot sei noch nie um mehr als 5 Prozent auf einmal teurer geworden, sagte Hofmann.

Überrascht zeigte sich der Bundesinnungsmeister von der Ankündigung der Mühlenindustrie, die Preiserhöhungen "im Ausmaß von 15 bis 20 Prozent" ab September in Aussicht stellt. Begründet wird das mit "massiv steigenden Getreidepreisen" und "starken Kostensteigerungen bei Energie, Logistik, Treibstoffen und Personal". (apa/red)