Mega-Stromausfall in weiten Teilen Tokios: Über eine Million Hauhalte saßen im Dunkeln

Menschen steckten in Liften fest - Ampeln ausgefallen Kleiner Unfall bei Bauarbeiten legte Metropole lahm

Der Unfall eines Baukrans hat in weiten Teilen Tokios den Strom ausfallen lassen. Betroffen waren mehr als eine Million Haushalte in der japanischen Hauptstadt und der Präfektur Chiba, wie ein Sprecher der Elektrizitätsgesellschaft mitteilte. Züge und U-Bahnen fuhren nicht, rund 900 Lifte blieben stecken.

Der Kran fuhr auf einem Binnenschiff auf dem Fluss Kyu Edo im Osten von Tokio. Der Fernsehsender NHK berichtete, offenbar hätten die Arbeiter nicht bemerkt, dass der Kran mit 33 Metern deutlich zu hoch gewesen sei und die Stromleitungen berührt habe. "Wir hörten eine gewaltige Explosion", sagte ein Augenzeuge dem Sender. "Nachdem der Kran die Stromleitungen ein zweites Mal getroffen hatte, sahen wir blaue Funken."

In Tokio und Chiba waren etwa 1,39 Millionen Haushalte ohne Strom. 260 Ampeln fielen aus. Die Zahl der betroffenen Pendler war jedoch deutlich geringer als an anderen Tagen, da wegen eines Feiertags weniger Menschen unterwegs waren.

(apa/red)