Mega Stahl-Hochzeit: voestalpine braucht für Übernahme noch 14,8 Mio. Böhler-Aktien

Annahmefrist bis 24. Mai: Es bleibt bei 69 Euro/Aktie Beteiligung von über 50 Prozent soll erreicht werden

Der oberösterreichische Stahlkonzern voestalpine will die Übernahme des heimischen Edelstahlkonzerns Böhler-Uddeholm zügig durchziehen und hat die Details des Angebots früher als erwartet bekannt gegeben. Nach der Zusage der Fries-Gruppe benötigt voestalpine noch mindestens 14,8 Mio. Böhler-Aktien. Der Deal könnte aber noch platzen.

Dies passiert, wenn innerhalb von 19 Börsentagen nicht genügend Aktionäre auf das Übernahmeoffert von 69 Euro je Aktie ex Dividende 2006 einsteigen, ein anderer Interessent ein besseres Angebot legt oder die Kartellbehörden noch Einspruch einlegen.

Die Zusage über 20,95 Prozent der Böhler-Anteile hat der bisherige Großaktionär BU Industrieholding um den Rechtsanwalt Rudolf Fries bereits erteilt. Der mit der Fries-Gruppe für den Erwerb aller Anteile der BU Industrieholding vereinbarte Kaufpreis entspricht den Angaben zufolge mittelbar "einem Kaufpreis von 69 Euro je von der BU Industrieholding GmbH gehaltener Böhler-Uddeholm-Aktie". Die Zahlung des Kaufpreises für die Böhler-Anteile der Fries-Gruppe (BU Industrieholding GmbH) erfolgt spätestens drei österreichische Bankarbeitstage nach Eintritt der letzten aufschiebenden Bedingung.

Die voestalpine steigt aber erst endgültig ein, wenn sie die kontrollierende Mehrheit über Böhler-Uddeholm erlangt. Dafür braucht sie noch mindestens 14,8 Mio. Böhler-Aktien. Der Stahlkocher will sämtliche Stückaktien der Böhler-Uddeholm, die an der Wiener Börse zum Amtlichen Handel zugelassen sind.

Unter Berücksichtigung der von der voestalpine "bereits mittelbar und aufschiebend bedingt" erworbenen 10,7 Millionen Stück Aktien richtet sich das Übernahmeangebot daher effektiv auf den Erwerb von 40,3 Millionen Stück Böhler-Aktien, heißt es in dem Offert wörtlich. Die Annahmefrist für die Aktionäre läuft bis zum 24. Mai 2007, 17.30 Uhr Ortszeit Wien.

(apa/red)