Heilung im Internet von

So sicher ist "Dr. Google"

Ein Experte verrät, wie man seriöse von zwielichtigen Seiten unterscheiden kann.

Heilung im Internet - So sicher ist "Dr. Google" © Bild: Thinkstock.de

Nicht verzagen, "Dr. Google" fragen? 72 Prozent der Österreicher suchen im Internet nach Krankheiten und Symptomen. Nicht selten geraten sie dabei in Panik. NEWS hat für seine neueste Ausgabe 20 medizinrelevante Internetportale getestet und von Ärzten bewerten lassen. Thomas Friess, Geschäftsführer von Herold und www.arztsuche24.at, verrät im Interview, wie sie seriöse von zwielichtigen Seiten unterscheiden können.

NEWS: Die Homepage www.arztsuche24.at wurde gerade neu gelauncht. Welchen Service bietet sie?
Dr. Thomas Friess: Herold hat eine sehr hohe Datenqualität – die Daten wurden mit Informationen des Verlagshauses der Ärzte zu speziellen Behandlungen, Ordinationszeiten, Diplomen, Zusatzausbildungen von Ärzten sowie Kassenverträgen angereichert. Zudem können User nicht nur Ärzte finden, sondern bekommen auch Informationen zu Krankheitsbildern und Ärzten. Und man kann Ärzte auch bewerten. Natürlich werden wir in die Entwicklung des Portals noch investieren.

NEWS: Wie viele Bewertungen gibt es bereits?
Friess: Wir haben bisher 6.500 Bewertungen. 80 Prozent davon sind positiv. Jede einzelne Bewertung wird von unseren Mitarbeitern durchgelesen und geprüft.

NEWS: Von wem werden die Gesundheitsartikel verfasst?
Friess: Die Informationen zu Krankheitsbildern etc. bekommen wir vom Verlagshaus der Ärzte. Da kann man sich darauf verlassen, dass die Infos objektiv sind. Es wird keine Behandlungsempfehlung gegeben. Das ist das Wichtigste. Zudem wird unsere Homepage täglich aktualisiert.

NEWS: Was sind die häufigsten Suchanfragen?
Friess: Die häufigsten Suchbegriffe im letzten Monat waren "Praktischer Arzt", gefolgt von "Hautarzt", "Zahnarzt", "Psychotherapie", "Neurologe", "Innere Medizin", "Frauenarzt" und "Physiotherapie".

Thomas Friess
© Herold Dr. Thomas Friess

NEWS: Denken Sie auch darüber nach, ein Forum zu eröffnen, in dem sich Patienten untereinander austauschen können?
Friess: Ja, wir denken über ein Forum nach. Die Seite wird sich auf jeden Fall weiterentwickeln. Wobei man bei Foren sehr aufpassen muss. Meistens sind es nur medizinische Laien, die sich austauschen. Die Foren müssen dann sehr genau betreut werden.

NEWS: Worin liegen Ihrer Meinung nach die Gefahren bei der Suche nach Symptomen im Internet?
Friess: Viele Menschen nutzen Google und andere Online-Informationen, sind aber nicht in der Lage zu validieren, was gut ist oder schlecht. Das große Problem ist, dass sie die gute und brauchbare Information meist nicht herauszufiltern können. Dass vereinzelt Leute in Panik geraten, wird nicht zu vermeiden sein. Der Trend zur eigenen Recherche im Internet ist definitiv da und es ist generell auch gut, sich zu informieren. Jeder moderne Arzt wird es schätzen, wenn sich ein Patient informiert hat.

Die ganze Story finden Sie im aktuellen NEWS in Ihrem Zeitschriftenhandel oder als iPad-Version.

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