Medikamententest endet im Koma: Zuvor gab es schon Auffälligkeiten im Tierversuch!

Deutliche Schwellung der Lymphknoten festgestellt London: Zwei Männer schweben in Lebensgefahr

Bereits vor dem dramatischen Ausgang eines Medikamententests in London hat es bei Tierversuchen mit demselben Mittel Auffälligkeiten gegeben. Das Würzburger Pharmaunternehmen TeGenero bestätigte, dass bei zwei von 20 Versuchsaffen eine deutliche Schwellung der Lymphknoten festgestellt wurde.

Die Symptome seien jedoch völlig anders gewesen als bei der ersten klinischen Erprobung der Substanz an Menschen. Dabei waren sechs Männer schwer erkrankt. Zwei davon sind immer noch in Lebensgefahr.

Die Teilnehmer des Tests mit der Substanz TGN1412 sind nach Unternehmensangaben auf die Lymphknotenschwellung der Affen hingewiesen worden. Inzwischen sind vier der sechs Männer wieder bei Bewusstsein. Die beiden Patienten in Lebensgefahr - 21 und 28 Jahre alt - liegen weiterhin im Koma und werden künstlich beatmet.

Das neue Mittel sollte eigentlich zur Behandlung von Leukämie, Arthritis und Multipler Sklerose eingesetzt werden. Alle weiteren Tests wurden jedoch gestoppt. (apa/red)