Medikamente könnten teurer werden: Ein Cent/Packung für Arzneimittel-Überprüfung

Soll direkt von Pharmaabteilung eingehoben werden Abwälzung auf Verbraucher nicht ausgeschlossen

Medikamente könnten schon demnächst teurer werden. Die staatliche "Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit" (AGES) soll laut einem gemeinsam von den Koalitionsparteien im Parlament eingebrachten Antrag eine Pharmaabteilung schaffen, die prüfen soll, ob in Österreich gehandelte Arzneimittel in Ordnung sind.

Zur Finanzierung dieser Pharmaabteilung soll nun eine Abgabe eingeführt werden. Wie SPÖ-Budgetsprecher Kai Jan Krainer in den "Vorarlberger Nachrichten" erklärte, soll diese ein Cent pro Packung betragen und direkt von den Pharmakonzernen eingehoben werden.

Dass die Pharmakonzerne die Kosten dann letztendlich auf die Verbraucher abwälzen werden, könne allerdings nicht ausgeschlossen werden. Insgesamt sollen mit dem einen Cent pro Packung rund drei Millionen Euro pro Jahr eingenommen werden.

Mit dem Antrag soll die Gesundheitsministerin ermächtigt werden, mittels Verordnung für jede in Österreich verkaufte Medikamentenpackung eine Abgabe festzulegen, die von der AGES einzuheben ist.

(apa/red)