Media-Analyse 2023 weist Markenreichweite für Printtitel aus

von Media-Analyse 2023 weist Markenreichweite für Printtitel aus © Bild: APA/APA/dpa/Annette Riedl

Neues Statistik für Printtitel

Die Media-Analyse hat sich weiterentwickelt. Bisher wies sie die Reichweiten von Print- und E-Paper-Ausgaben einzelner Titel aus. Nun wartet sie für das Jahr 2023 zusätzlich mit einer Markenreichweite (CrossMediaReach: CMR) auf, die um Web- und App-Nutzung erweitert ist. "Wir wollen die Stärke und Relevanz der Marke zeigen", hielt Media-Analyse-Geschäftsführerin Petra Roschitz dazu am Donnerstag bei einer Pressekonferenz fest.

Die MA-Mitglieder können sich frei entscheiden, ob sie zusätzlich zur Printreichweite auch die CrossMediaReach ausweisen lassen. Allerdings ist dafür auch eine Ausweisung des jeweiligen Titels in der Österreichischen Webanalyse (ÖWA) nötig. Denn die Media-Analyse erhebt zwar selbst Online-Reichweiten, diese werden aber an die ÖWA-Daten angeglichen. Etwaige Doppelnutzungen von Print und Online werden bereinigt.

Die aktuellen Daten für 2023 sind nicht mit Werten aus den Vorjahren vergleichbar, da auch am Fragebogen und beim Sampling bzw. der Rekrutierung Änderungen vorgenommen wurden. Jüngere Personen und formal niedriger Gebildete seien nun besser abgebildet, so Roschitz. Auch wurde die Interviewdauer um ein Viertel auf im Schnitt 30 Minuten verkürzt und das Ausfüllen des Fragebogens ist nun auch per Smartphone möglich. Insgesamt wurden für die "MA 2023" rund 15.300 Personen ab 14 Jahren von Jänner bis Dezember 2023 befragt.

Mit Blick auf die CrossMediaReach kommen Österreichs Tageszeitungen auf eine Tagesreichweite von 62 Prozent bzw. rund 4,77 Mio. Leserinnen und Leser. Damit liegt dieser Wert wenig überraschend deutlich über der Printreichweite (+E-Paper) von 51,9 Prozent bzw. 3,99 Mio. Leser. Auch bei den einzelnen Tageszeitungen ist die CMR durchwegs höher als allein die Print-Reichweite.

In beiden Kategorien dominiert nach wie vor die "Kronen Zeitung", die auf eine Markenreichweite von 28,2 Prozent (2,17 Mio. Leser) kommt. Im Vergleich zur Printreichweite legt das Boulevardmedium über 400.000 Leser zu. Auf dem zweiten Platz landet die Gratiszeitung "Heute" mit 15,5 Prozent Markenreichweite (1,19 Mio. Leser). Der Unterschied zur Printreichweite fällt hier mit 513.000 zusätzlichen Lesern besonders deutlich aus. Fast gleichauf sind die Kombi "Österreich"/oe24 (10,9 Prozent CMR, 835.000 Leser) und "Der Standard" (10,8 Prozent CMR, 832.000 Leser). Dahinter folgen die "Kleine Zeitung" (9,9 Prozent CMR, 758.000 Leser) und der "Kurier" (9,3 Prozent CMR, 717.000 Leser).

Abseits der Tageszeitungen kommen die verschiedenen Medien der Regionalmedien Austria (RMA) auf eine Markenreichweite von 46,4 Prozent (3,57 Mio. Leser). Die "Niederösterreichischen Nachrichten" schafften 9,2 Prozent (710.000 Leser). "profil" (4,3 Prozent, 327.000 Leser) und "Falter" (4,2 Prozent, 326.000 Leser) erreichten mit ihrer Marke fast gleich viele Personen.

Viele Titel abseits des tagesaktuellen Geschäfts verzichteten auf die CrossMediaReach, obwohl sie weiterhin ihre Printreichweite erheben ließen. Mehrere Medienhäuser hätten sich aber bereits für die nächste Media-Analyse anders entschieden, so Roschitz. In der Media-Analyse 2024 wird die CrossMediaReach zudem um Newsletter erweitert, kündigte die Media-Analyse-Geschäftsführerin an. Zudem teste man derzeit, ob auch Podcasts inkludiert werden.

Übersicht über die Tageszeitungen:

Übersicht über ausgewählte Wochen-/Monatstitel:

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