McLaren betont die Gleichberechtigung:
Gleiche Bedingungen für Alonso & Hamilton

FIA stellt für das Rennen eigenen Beobachter ab Alonso-Rückkehr zur Renault wird immer konkreter

McLaren betont die Gleichberechtigung:
Gleiche Bedingungen für Alonso & Hamilton

Das Formel-1-Team McLaren-Mercedes hat in einer offiziellen Erklärung versichert, im WM-Finale am 21. Oktober in Brasilien beide Piloten gleichberechtigt zu behandeln. Der 22-jährige Engländer Lewis Hamilton hat vor dem finalen Saisonrennen in Interlagos/Sao Paulo vier Punkte Vorsprung auf seinen Teamkollegen, den spanischen Titelverteidiger Fernando Alonso.

McLaren betonte auf seiner Website, dass die beiden Piloten bereits die gesamte Saison unter gleichen Bedingungen gegeneinander gefahren waren. "Das wird natürlich auch in Brasilien so sein, wo das ganze Team sein absolut Bestes geben wird, um die Fahrer-WM zu gewinnen", versicherte Teamchef Ron Dennis. "Wir haben heuer eine unglaubliche Saison gehabt und beide Fahrer haben sehr viel dazu beigetragen."

Weltmeister Alonso hatte McLaren und Teamchef Dennis zuletzt im Rahmen des Grand Prix von China zum wiederholten Male kritisiert. Der Spanier fühlt sich im englischen Team gegenüber dem jungen Engländer Hamilton, der seit zehn Jahren von Dennis aufgebaut worden ist, benachteiligt. "Wir wissen alle, wie das Team Siege des einen Fahrers feiert und wie Siege des anderen", erklärte Alonso.

Die Chemie zwischen Alonso und der Teamführung war von mehreren Zwischenfällen belastet worden, darunter der Spionage-Affäre um geheime Ferrari-Daten. Hamilton und Alonso sprechen seit dem Grand Prix von Ungarn Anfang August nicht mehr miteinander, auch zwischen Alonso und Dennis existiert keine Gesprächsbasis mehr. Der Doppelweltmeister steht daher trotz eines bis 2009 laufenden Vertrages vor einem Abgang von McLaren.

Renault als erste Option
Als erste Option gilt weiterhin eine Rückkehr Alonsos zu seinem Ex-Team Renault. Die Franzosen wollen den Spanier zumindest drei Jahre an sich binden, müssen an McLaren aber auch eine erhebliche Ablösesumme überweisen. Laut Medienangaben soll Alonso bereits einen Vorvertrag unterschrieben haben. Es handle sich um eine Absichtserklärung für einen Dreijahres-Vertrag beginnend mit dem Jahr 2008, berichtete die deutsche "Bild"-Zeitung. Demnach gehe es nur noch um die Ablösesumme. Alonso steht bei McLaren bis 2009 unter Vertrag.

Alonso hatte zuletzt auch eine einjährige Auszeit von der Formel 1 in Betracht gezogen. Dabei hatte sich unter anderem auch Toyota intensiv um die Dienste des 26-Jährigen beworben. Vorerst steht für Alonso aber das WM-Finale im Mittelpunkt, in dem er seinen Titel-Hattrick mit einem Sieg perfekt machen könnte, wenn Hamilton gleichzeitig nicht besser als Dritter wird. "Die Chancen sind da, aber sie sind klein", sagte Alonso. Der gleichen Behandlung durch das Team könne er sich aber sicher sein, betonte McLaren.

FIA wird Gleichheitsprinzip kontrollieren
"McLaren und Mercedes-Benz werden weiterhin alles unter ihrer Kontrolle Stehende tun, um Fernando und Lewis die gleichen Bedingungen für den Sieg zu geben - was die Gleichwertigkeit des Autos, des Motors, der Taktik und sämtlicher anderer Ressourcen betrifft", lautete ein Statement. Auch der Automobil-Weltverband FIA hat sich diesbezüglich eingeschaltet. Die oberste Sportbehörde wird laut Angaben spanischer Medien in Brasilien einen eigenen Mitarbeiter dafür abstellen, um das Gleichheitsprinzip bei McLaren zu beobachten.

(apa/red)