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Maximilian Schell verstorben:
Trauer um den Weltstar

Marika Lichter: "Er ist an den Folgen einer für ihn wichtigen Operation verstorben"

  • Maximilian Schell gestorben
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    Das war Maximilian Schell

    Maximilian Schell 2012 am Wiener Heldenplatz während einer Solidaritätskundgebung für ein freies Tibet

  • Urteil von Nürnberg
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    Das war Maximilian Schell

    1961 in seiner Oscar-Rolle im "Urteil von Nürnberg"

Maximilian Schell ist im Alter von 83 Jahren überraschend verstorben. Sein Ableben hinterließ viele Fans und Bewunderer in tiefer Trauer. Der Oscar-Preisträger ist nach einer Operation am Rücken gestorben, wie Managerin Marika Lichter mitteilt.

"Nach langwierigen Problemen mit seinem Rücken ist er an den Folgen einer für ihn wichtigen Operation unglücklicherweise verstorben", heißt es in einer Aussendung von Lichter. Nur wenige Tage zuvor laborierte Schell an einer Lungenentzündung. Der darauffolgende Operationstermin dürfte nun laut Managerin zu viel für den geschwächten Körper des 83-Jährigen gewesen sein.

Der Tod von Maximilian Schell hat viele tief getroffen: Kulturminister Josef Ostermayer, der den Schauspieler noch Ende 2013 bei der Premiere des Films "Oktober November" getroffen hatte, teilte in einer ersten Stellungnahme mit: "Mit Maximilian Schell ist einer der größten Schauspieler des deutschen Sprachraums verstorben."

Maximilian Schell mit seiner Ehefrau Iva.
© imago/Viennareport Maximilian Schell mit seiner Ehefrau Iva.

Oscar hervorgehoben

"Mein tiefes Beileid gilt seiner Gattin und seinen Angehörigen", schrieb Ostermayer. Unter den zahlreichen Prämierungen, die Schell erhielt, sei besonders der Oscar hervorzuheben: Er war "somit der erste österreichische Künstler, dem diese Auszeichnung zuerkannt wurde".

Schells Schaffen war auch im Bereich der Regie und Produktion erfolgreich, betonte der Kulturminister. Unter anderen setzte er Friedrich Dürrenmatts "Der Richter und sein Henker" um (1975). 2007 überraschte er als Operettenregisseur, indem er die Operette "Wiener Blut" von Johann Strauß erfolgreich auf die Seebühne im österreichischen Mörbisch brachte.

Regisseur Dieter Wedel über Maximilian Schell

"Weltstar, Weltbürger, Intelektueller, Philanthrop"

"Ein Weltstar, ein Weltbürger, ein Intellektueller, ein Philanthrop ist gestorben." Auch die Salzburger Festspiele haben sich betroffen vom Tod Maximilian Schell gezeigt. Sie "gedenken und danken einem der ganz Großen auf den Bühnen der Welt", hieß es in einer Aussendung.

Jedermann Maximilian Schell
© APA/DPA Schell als Jedermann

Maximilian Schell verkörperte von 1978 bis 1982 den "Jedermann" auf dem Domplatz. "Er war einer der überzeugendsten und besten Darsteller dieser Rolle", so Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler.

Fekter trauert

"Wir trauern über das Ableben von Maximilian Schell, mit dem Österreich einen der größten Kulturschaffenden seiner Zeit verliert", reagierte ÖVP-Kultursprecherin Maria Fekter auf das Ableben des 83-Jährigen. "In dieser Stunde der Trauer gilt unsere gesamte Anteilnahme seiner Familie und seinen Freunden. Wir gedenken voller Anerkennung eines großen österreichischen Ausnahmekünstlers."

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