Kritik der Parteien von

Neuer Wirbel um Maximilian Krauss

Nominierung: Heftige Kritik an FPÖ-Personalentscheidung im Wiener Stadtschulrat

Maximilian Krauss © Bild: APA/FPÖ-WIEN

Die Nominierung des 21-jährigen Jusstudenten Maximilian Krauss zum neuen stellvertretenden Stadtschulratspräsidenten in Wien durch die FPÖ sorgte für heftige Kritik bei den anderen Parteien. Die Wiener SPÖ sieht in der Entscheidung eine "Verunglimpfung des Amtes", SOS Mitmensch forderte Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) auf, die Neubesetzung nicht zu vollziehen.

"Krauss ist aufgrund seiner Aussagen mit Sicherheit kein Vorbild für SchülerInnen", kritisierte Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch, in einer Aussendung. Denn der 21-Jährige habe vor allem mit "Anti-Türken-Hetze" von sich reden gemacht. "Wir rufen Bürgermeister Michael Häupl dazu auf, die Bestellung von Maximilian Krauss abzulehnen und auf einen qualifizierten Kandidaten zu pochen", erklärte Pollak.

Keine Vertretungsbefugnis

Die Präsidentin des Wiener Stadtschulrates, Susanne Brandsteidl (SPÖ), betonte dagegen in einer Aussendung vor allem, dass dem Vizepräsidenten keine Vertretungsbefugnis zukomme. Er habe gemäß Bundesschulaufsichtsgesetz "lediglich das Recht auf Akteneinsicht und Beratung". Sie wies ebenfalls darauf hin, dass der Nominierung noch eine formelle Bestellung durch den Landeshauptmann (Michael Häupl Anm.) nachfolgen müsse. "Im Amt des Vizepräsidenten kann keine Verhetzung und Ausländerfeindlichkeit geduldet werden", so Brandsteidl.

"Verunglimpfung des Amtes"

Als "puren Hohn und eine Verunglimpfung des Amtes" bezeichneten die SPÖ-Gemeinderatsabgeordneten Tanja Wehsely und Jürgen Czernohorzky die Bestellung von Krauss in einer Aussendung. Krauss habe sich bereits vor seiner Nominierung durch seine Diskriminierung von Schülern mit Migrationshintergrund für das Amt disqualifiziert.

"Unappetitliche und unqualifizierte Äußerungen"

Der Klubobmann der Wiener Grünen, David Ellensohn, kritisierte nicht nur Krauss, seine Mitgliedschaft bei einer schlagenden Burschenschaft sowie "unappetitliche und unqualifizierte Äußerungen", sondern auch das Proporzsystem im Schulwesen, das die Nominierung der Stadtschulratspräsidenten nach der Stärke der Parteien vorsehe. "Die proporzmäßige Aufteilung derart wichtiger Zukunftsressorts in ehemals rote und schwarze Einflussbereiche in Bund und Ländern muss der Vergangenheit angehören", so Ellensohn.

"Disqualifiziert FPÖ endgültig im Bildungsbereich"

"Mit der Nominierung von Krauss disqualifiziert sich die FPÖ endgültig im Bildungsbereich", befand Martina Wurzer, Bildungssprecherin der Wiener Grünen, in einer Aussendung. Denn Krauss sei bisher nur durch "krude Forderungen" aufgefallen. Sie forderte eine Rücknahme der Entscheidung durch die FPÖ.

Auch der Landesparteiobmann der Wiener ÖVP, Manfred Juraczka, konnte in der Nominierung von Krauss "kein besonders positives Zeichen" erkennen. Denn der Jusstudent habe seit Beginn seiner politischen Karriere "seine Kraft dafür verwendet, Ausgrenzung und Panikmache zu betreiben", meinte Juraczka.

Der Generalsekretär der FPÖ, Herbert Kickl, verteidigte dagegen in einer Aussendung die Entscheidung gegen die "reflexartigen Beißattacken der vereinten linken Jagdgesellschaft". Man habe mit der Nominierung wohl ins Schwarze getroffen und schon am ersten Tag frischen Wind in das verstaubte Amt gebracht. Die Kritik bezeichnete der Generalsekretär als "antidemokratisch" und "intolerant".

"Mit Maximilian Krauss haben nun auch die autochthonen, die gut integrierten und die integrationswilligen Wiener Schüler einen starken Interessenvertreter im Stadtschulrat sitzen", so Kickl. Er sei überzeugt, dass der 21-Jährige einen guten Job machen werde.

Kommentare

Die Hetzjagd gegen FPÖ Politiker geht weiter.
Eine "rote Bastion" wie den Wiener Stadtschulrat einen FPÖ Vize (und dazu noch 21 jahre jung) zur Seite zu stellen ist ja Majestätsbeleidigung gegen Brandsteidl.

Wer macht denn den Wirbel um den Nobody? NEWS natürlich - wer sonst?

Die FPÖ kann nominieren wen sie will, bestellen muss ihn der SPÖ Bürgermeister. Wozu also bereits im Vorfeld "ein Wirbel"?

RobOtter
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Wenn das die Personaldecke der FPÖ ist hoffe ich dass die keine Wahlen gewinnen. Abgesehen von den unappetitlichen Sprüchen reicht anscheinend die Matura als aktueller Bildungsabschluss für diesen Posten

Anzeiger melden

Die sogenannten "unappetlichen" Sprüche kamen vom Standard der wieder mal ein Wortverdreher war.
Reine Medienmanupilation wie man wieder mal merkt.

christian95 melden

Wieso "ein Wirbel"?
Da muss es ja jemanden geben der dieser Nominierung zustimmt.
Zuerst lautstark kritisieren und später still und leise zustimmen???

RobOtter
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Sag lest Du eigentlich was Du da schreibst? Für die Nominierung braucht er höchstens die Zustimmung der FPÖ, denn die hat als 2. stärkste Partei das Recht auf Nominierung. Ob er auf Grund der Nominierung den Posten als Vize bekommt ist eine andere Geschichte.

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