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"Ich bin nicht 'en vogue'"

Der in Berlin geborene Schauspieler Max Simonischek feiert sein Regiedebüt

Max Simonischek © Bild: APA/Barbara Gindl

Der in Berlin geborene Schauspieler Max Simonischek, Sohn von Peter Simonischek, der als Theater- und Fernsehmime agiert, feiert mit einem Stück von Franz Kafka sein Regiedebüt. Im Interview erzählt der 32-Jährige über sein Faible für die Werke des tschechischen Schriftstellers, gibt aber auch ein wenig über sich preis.

News: Sie geben am 26.09 ihr Regiedebüt in "Der Bau" von Franz Kafka am Theater Neumarkt in Zürich. Warum haben Sie sich gerade für eine Kafka-Erzählung entschieden?
Max Simonischek: Ich habe mich für Kafka entschieden, weil ich ihn sprachlich so faszinierend finde – ähnlich wie Heinrich von Kleist oder Friedrich Schiller. Ich habe in Salzburg mit dem Regisseur Andreas Kriegenburg zusammengearbeitet. Er hat mir Schiller sprachlich sehr nah gebracht und da bin ich auch auf den Geschmack gekommen.

News: Die Erzählung "Der Bau" ist nicht jedem so geläufig – warum haben sie sich für dieses Werk entschieden?
Simonischek: Ich habe es gelesen, und es hat mich sofort angesprochen. "Der Bau" lädt zum Fantasieren ein und zusätzlich stellt es auch die Möglichkeit dar, sich als Schauspieler zu verwandeln, denn es handelt von einer Figur die halb Maulwurf, halb Mensch ist. Auch, dass es nicht zu Kafkas bekannten Werken gehört, hat den reiz ausgemacht.

News: Sie sind in Berlin geboren und aufgewachsen, waren aber drei Jahre am Kammerspiele in München engagiert. Welche Stadt gefällt Ihnen besser, wo fühlen Sie sich wohler?
Simonischek: Keine Frage: Berlin. In München bin ich nicht zurechtgekommen und auch nicht wirklich "angekommen".

News: Sind Sie modeaffin?
Simonischek: Ich bin nicht "en vogue", ich verfolge keine Trends. Aber ich habe natürlich Spaß an Mode und mache mir Gedanken, was ich gerne anziehe und was mir gefällt.

News: Wie würden Sie ihren persönlichen Modestil beschreiben?
Simonischek: Schlicht, einfach, unauffällig.

News: Haben Sie Lieblingsmarken oder -designer?
Simonischek: Ja klar, ich mag die Designs von Hannes Roether, der mit groben Stoffen arbeitet. Dann trage ich auch gerne Mode von Joel Basman, der eigentlich ein Schauspielkollege ist. Von ihm habe ich drei Anzüge.

News: Ziehen sie sich lieber leger oder schick an?
Simonischek: Ich mag es eher leger. Anzüge trage ich gerne, aber eher solche, die locker sitzen.

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