Max Mosley meldet sich in Monaco zurück:
Erster Auftritt bei GP nach dem Sex-Skandal

Wurde auf Weg zum Büro von Fotografen umringt Besuch des FIA-Chefs soll Monaco-GP nicht trüben

Max Mosley meldet sich in Monaco zurück:
Erster Auftritt bei GP nach dem Sex-Skandal © Bild: AP/Bruno

Max Mosley, der wegen der Sex-Videoaffäre heftig in die Kritik geratene Präsident des Internationalen Automobilverbandes FIA, hat sich in Monaco kurz der Öffentlichkeit gezeigt. Umringt von Fotografen schritt der FIA-Chef zusammen mit einem FIA-Sprecher die Boxengasse entlang in sein Büro. Ihm folgten die Teamchefs der Formel-1-Rennställe.

Mosley tauchte damit erstmals seit Bekanntwerden des Videos, das ihn bei Sadomaso-Spielen mit fünf Prostituierten zeigt, wieder bei einem Formel-1-Grand-Prix auf. Dem 68-Jährigen droht am 3. Juni die Abwahl bei einer außerordentlichen Generalversammlung der FIA.

Dass der Besuch des auch in Monte Carlo wohnenden Mosley den Glamour-Grand-Prix an der Cote d'Azur trüben könnte, davon geht BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen nicht aus. "Ich glaube nicht, dass es das dominierende Thema am Wochenende sein wird", meinte Theissen. Er werde Mosley nicht ausweichen, ihn aber auch nicht vorsätzlich kontaktieren, erklärte Theissen.

Von den Piloten hat sich bisher praktisch nur der australische Red-Bull-Fahrer Mark Webber zu Mosley geäußert. "Warum denn nicht? Die anderen Fahrer halten doch nur ihren Mund, weil es so viel einfacher ist", sagte Webber, der sich wegen der Affäre um den FIA-Chef aber nicht den Kopf zerbricht. "Ich schlafe deshalb nicht eine Minute weniger. Max ist alt genug, um seine eigenen Entscheidungen zu fällen."

(apa/red)