Mattersburg - Sturm von

Schiri-Jammer in Graz

Während Naumoski einer höheren Instanz dankt, klagt Foda über den Uparteiischen

Mattersburg - Sturm - Schiri-Jammer in Graz © Bild: GEPA/Hoermandinger

"Der liebe Gott hat heute auf uns heruntergeschaut", ist Ilco Naumoski nach dem 3:3 gegen Sturm Graz überzeugt. Franco Foda denkt ebenfalls an eine höhere Instanz. "Herr Grobelnik hat uns schon gegen Admira einen Elfer verweigert, ein Tor nicht anerkannt und damit wichtige Punkte gekostet", klagt der Sturm-Trainer dabei aber über ein weltliches Problem.

In der Nachspielzeit rettete Mattersburg das Unentschieden im Heimspiel gegen den Meister aus Graz. Foda ärgert sich dabei vor allem über eine seiner Meinung nach regelwidrige Attacke an Cavlina vor dem dritten Gegentor.

Cavlina selbst sah es genauso. "Es war ein klares Foul an mir", sagte der Kroate und wartete mit einem weiteren Kritikpunkt auf: "Die Nachspielzeit war zu lange. Der Schiedsrichter ist eine Frechheit." Auch Manuel Weber wäre gerne schon früher duschen gegangen. "Wir haben 45 Sekunden über die Nachspielzeit gespielt", echauffierte sich der Mittelfeldmann, ging aber auch mit der eigenen Leistung hart ins Gericht. "Wir waren über weite Phasen klar besser und hätten gewinnen müssen. Wir waren aber leider zu fahrlässig mit unseren Chancen."

Die "verschenkten" Punkte verhinderten den ersten Auswärtssieg in dieser Saison und waren angesichts der Patzer der Konkurrenz doppelt bitter. So blieb der Abstand zur Spitze mit acht Punkten konstant, der Meister steckt weiterhin im Mittelfeld der Liga fest. "So etwas darf nicht passieren", meinte Oldie Mario Haas nach seinem ersten Saisontor in der Meisterschaft. "Wir haben es verabsäumt, mehr Tore in der ersten Hälfte zu schießen."

Mattersburg lange harmlos
Die Gastgeber, die über weite Strecken des Spiels viel zu harmlos agierten, fühlten sich als Sieger. Und das, obwohl sie eine frühe Führung schon in der ersten Minute der Partie nicht besser nutzen konnten. "Wenn man den Ausgleich nach so einem Rückstand macht, muss man hochzufrieden sein", meinte Coach Franz Lederer", der die Unterlegenheit eingestehen musste. Sturm war ganz klar die bessere Mannschaft. Wir konnten bis zum 1:3 unsere Stärken nicht einsetzen, erst nach dem 1:3 ist dann das ,Pfeif mir nichts' gekommen. Da sind wir viel früher in die Zweikämpfe gegangen, konnten dann auch Druck machen."

"Es war sehr naiv, was wir in der Defensive gemacht haben. Sturm konnte im Mittelfeld die Pässe unbehindert durchstecken", kritisierte Lederer, hieß das Glück im Pappelstadion aber willkommen. "Wir sind heuer schon einige Male nicht belohnt worden, heute war es anders", sagte der Langzeitcoach und freute sich über einen mentalen Schub. "Man hat gesehen, dass man gegen den Meister in zehn Minuten noch einen Punkt holen kann. Von der mentalen Seite her war das sicher ganz, ganz wichtig."