Matt & Raich haben in Wengen Großes vor: Lauberhorn-Rennen starten mit Super-Kombi

Drei Siege in drei Rennen durch die zwei ÖSV-Stars Super-Kombi heute ab 10:30h LIVE im news.at-Ticker

Die 78. Internationalen Lauberhorn-Rennen starten heute (ab 10.30 Uhr LIVE auf news.at) mit der Super-Kombination. Die ÖSV-Stars sind in dieser Disziplin in Wengen noch ungeschlagen, bei drei Super-Kombis gab es ebenso viele österreichische Siege. 2005 und 2006 gewann jeweils Benjamin Raich, 2007 feierte Mario Matt in einem völlig verrückten Rennen seinen ersten Weltcup-Erfolg seit 13. März 2005. Matt und Raich, die im Adelboden-Slalom für einen ÖSV-Doppeltriumph gesorgt hatten, haben nun auch am Lauberhorn Großes vor.

Bei Matt war seit seinem Slalom-Sieg in Adelboden vor allem die Abteilung der ÖSV-Physiotherapeuten gefragt. Denn beim zweifachen Slalom-Weltmeister waren in Adelboden die Folgen seines Bandscheibenvorfalls wieder akut geworden., "Die täglichen Behandlungen sind gut verlaufen, die Spannungen sind rausgebracht worden", meinte Matt zufrieden.

2007 hatte Matt in Wengen den kuriosesten seiner bisher neun Weltcup-Erfolge gefeiert. Nach der Abfahrt hatte der Flirscher Rang 34 belegt, auf Grund von Startverzichten für den Slalom rutschte Matt jedoch auf Rang 30. Damit hatte der 28-Jährige im Slalom die Startnummer eins, was auf der vom Warmwetter völlig aufgeweichten Piste ein unbezahlbarer Vorteil war.

"Hoffe auf Top-30-Platz in Abfahrt"
Keiner der 29 folgenden Fahrer kam an die Zeit heran und Matt stellte mit dem Sprung vom 30. auf den ersten Rang einen unschlagbaren Weltrekord auf. Seine Taktik für heuer: "Ich hoffe auf einen Top-30-Platz in der Abfahrt, dann ist im Slalom sicher einiges möglich." Seine Hoffnungen ruhen aber natürlich vor allem auf dem Slalom am Samstag.

Obwohl Matt noch keinen Wengen-Slalom gewonnen hat, schwärmt er von diesem Hang: "Ich mag diesen Hang sehr, er hat alles, was einen guten Slalomhang ausmacht. Wengen ist sicher einer der schönsten Slaloms. Ich weiß, dass ich hier schnell sein kann." Und Matt hat noch einige Rechnungen offen: "Schon dreimal bin ich hier mit Zwischenbestzeit ausgeschieden."

Bei Super-Allrounder Raich war in der Super-Kombi zuletzt manchmal der Hund drinnen. "Ein bisschen verhext", meinte der Pitztaler, der in der Kombi aber bereits fünf Weltcup-Siege gefeiert und bei Großereignissen Gold (WM Bormio 2005), Silber (WM Aare 2007) und Bronze geholt hat. "Die Kombi ist nach wie vor eine Disziplin, in der ich ganz vorne mitmischen kann", weiß der Tiroler.

Raich denkt auch an Weltcup
Im "Gatsch-Rennen" von Wengen vor einem Jahr hatte Raich "nur" Rang sechs belegt. "Das war nicht fair. Die Slalom-Piste war indiskutabel." Raich geht ja als Gesamt-Weltcup-Leader ins Wengen-Wochenende. Derzeit trennen ihn stattliche 115 Punkte vom zweitplatzierten Didier Cuche (SUI), dessen drittplatzierter Landsmann Daniel Albrecht liegt 194 Zähler hinter Raich.

"Albrecht und Cuche sind die, die es zu schlagen gilt. Aber Miller darf man nie unterschätzen, er ist jederzeit für einen Erfolgslauf gut", weiß der Gesamt-Weltcup-Sieger 2006. Ob Raich die Abfahrt von Wengen am Sonntag bestreiten wird, oder doch eine kurze Verschnaufpause vor Kitzbühel einlegt, entscheidet er am Freitag nach der Super-Kombi.

(apa/red)