Maßnahme gegen Zwei-Klassen-Medizin: Künftig mehr Transparenz bei OP-Warteliste

Neues Bundesgesetz hat den Ministerrat passiert Spitäler müssen "Wartezeitenmanagement" einführen

Maßnahme gegen Zwei-Klassen-Medizin: Künftig mehr Transparenz bei OP-Warteliste © Bild:

Für geplante Operationen wird es künftig transparente Wartelisten geben. Das entsprechende Bundesgesetz über Kranken- und Kuranstalten hat am Dienstag den Ministerrat passiert. Gesundheitsminister Stöger hat damit auf Vorwürfe einer Zwei-Klassen-Medizin, wonach Privatpatienten bei OP-Terminen bevorzug würden, reagiert. Bundeskanzler Faymann begrüßt die Maßnahme zur Steigerung der Transparenz.

Österreichische Spitäler werden dazu verpflichtet, künftig ein transparentes Wartezeitenmanagement für Operationen zu führen. Die Warteliste kommt laut Gesundheitsministerium für Bereiche mit planbaren Eingriffen wie Augenheilkunde, Orthopädie, orthopädische Chirurgie und Neurochirurgie.

Ziel ist es, sichtbar zu machen, wer wie lange auf eine Operation warten muss. Ausgeschlossen wird dadurch, Patienten mit Sonderversicherungen vorzureihen, hieß es. Die Liste soll - unter Wahrung des Datenschutzes - im Internet veröffentlicht werden. Damit soll anonymisiert ersichtlich sein, wie lange man in einem Spital auf eine gewisse Operation warten muss.

Bundeskanzler Faymann erklärte nach dem Ministerrat: "Es soll Transparenz bringen, in einem Bereich, wo sich viele fragen, geht es da fair zu." Das Wartezeitenmanagement sei "die richtige" Antwort.

In der KAKuG-Novelle enthalten sind auch die Einrichtung von Opferschutzgruppen und die Aufnahme eines Seniorenvertreters in die Ethikkommission. Entfallen wird künftig der Kostenbeitrag für Organspender.

(apa/Red)

Kommentare

Und wie soll dann das Vorziehen einzelner (Guthabender) Person unterbunden werde Also das ist wieder einmal typisch unsere Politik. Wie soll dadurch das Vorziehen einzelner Leute kontrolliert werden, wenn ich z.B. lese, dass ich für eine Darm OP ca. 2 Monate warten muss. Mein Nachbar, zahlt dem Doktor ca. 2000 Euro, und plötzlich ist er noch diese Woche dran. (Das Angebot kam eben vom Doktor selbst.). Und plötzlich ist er aber ein FirstClass Patient.
Also wie soll das durch eine Anonyme Liste unterbunden werden? (Wo ich zb. einsehen kann, das Herr Huber einen Tag nach mir operiert wird, Bzw. sehe ich, das ein Patient vorgeschoben wurde).Und wenn keine anonyme Liste, dann würde das Datenschutzgesetz Extrems verletzt werden. Also noch mal, wie soll das funktionieren???

funktioniert ganz sicher :))) da unsere lieben politiker immer sofort einen termin für derartige eingriffe erhalten und sowieso nie einem total übermüdeten arzt nach 30std. dienst in die hände fallen, wird dieses system sicher seeehr durchsichtig!

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