Massa holt Pole Position in Bahrain: Heißes Wüsten-Duell zwischen Ferrari und McLaren

2. Hamilton - Räikkönen und Alonso in der 2. Reihe 11. Wurz: Platz in letzter Quali-Phase knapp verpasst

Massa holt Pole Position in Bahrain: Heißes Wüsten-Duell zwischen Ferrari und McLaren

Nur eine Woche nach seinem Patzer von Malaysia kann Massa Felipe beim Formel-1-Grand Prix von Bahrain Wiedergutmachung betreiben. Denn der Ferrari-Pilot startet auch heute in Bahrain aus der Pole-Position. Die Sensation des Tages war aber der englische Shooting-Star Lewis Hamilton (McLaren), der als Zweiter erstmals aus Reihe eins los fährt. Der Österreicher Alexander Wurz (Williams) steht als 11. in Reihe sechs.

Massa machte damit den Pole-Hattrick für Ferrari perfekt, in Australien hatte Teamkollege Kimi Räikkönen aus der ersten Position sogar gewonnen. In Bahrain stehen auch in Reihe zwei mit Räikkönen und Weltmeister Fernando Alonso ein Ferrari und ein McLaren. Dahinter wie erwartet die beiden BMW's von Nick Heidfeld und Robert Kubica.

Massa hatte in Malaysia seinen Start-Vorteil nicht nützen können und war nach einem missglückten Überholmanöver gegen Hamilton sogar nur Fünfter geworden. Das hatte ihm herbe Kritik der italienischen Medien eingebracht.

Nun hat Massa den englischen Überflieger von Anfang an neben sich. Nach vierten Startplätzen in Australien und Malaysia war der 22-Jährige in Bahrain erstmals auch schneller als sein erfahrener Teamkollege, der zweifache Bahrain-Sieger und WM-Leader Alonso.

"Die erste Kurve wird entscheidend"
Hamilton kann der erste dunkelhäutige GP-Sieger in der 57-jährigen Formel-1-Geschichte überhaupt werden. Zumindest aber der erste WM-Debütant mit Podiumsplätzen in den ersten drei Rennen. "Erstmals da vorne zu stehen, ist aufregend", sagte Hamilton, der seine erste Pole um nur 0,283 Sek. verfehlte. "Die erste Kurve wird entscheidend", wusste Hamilton, der in Bahrain schon ein Formel-3-Rennen vom 23. Platz aus gewonnen hat.

"Die Leistung, die der Bursche trotz fehlender Erfahrung bringt, ist sensationell", lobte der dreimalige Weltmeister Niki Lauda. "Dieses Rennen wird super", war Lauda überzeugt. Auch Gerhard Berger gab sich beeindruckt. "Ein Top-Mann trotz seiner Jugend. Er schaut selbst gegen seinen Teamkollegen Alonso sehr gut aus."

Wurz verpasst letzte Quali-Phase hauchdünn
Die "Formel Austria" registrierte in Bahrain einen beachtlichen achten Platz von Mark Webber von Red-Bull-Racing, Damit schaffte der Australier zum dritten Mal in Folge die Superpole. Teamkollege David Coulthard wurde hingegen mit Getriebeproblemen nur 21. und Vorletzter und war damit sogar hinter den beiden Toro Rossos von Berger.

Kein Glück hat weiterhin Alex Wurz. Er verpasste im Q2 die Top Ten hauchdünn um 26 Tausendstel und startet mit seinem Williams-Toyota als Elfter aus Reihe sechs. Der Österreicher verbesserte in der zweiten Qualifikationsphase seine Zeit um acht Zehntel. Aber selbst das reichte hauchdünn nicht, während sein um nur ein Zehntel schnellerer Teamkollege Nico Rosberg als Neunter in die Super-Pole kam und als Gesamt-Zehnter nun unmittelbar vor Wurz startet.

"Es ist brutal"
"Das war wirklich knapp. Aber in diesem Mittefeld ist es eben brutal eng", sagte Wurz nach dem Qualifying. "So ist der Motorsport eben. Das Gute an Platz elf ist, dass ich jetzt selbst über meine Benzinmenge und meine Strategie entscheiden kann. Ich hoffe, wir sind im Rennen so stark wie zuletzt in Malaysia", gab er sich aber durchaus zuversichtlich.

"Der knappe Rückstand ist egal. Jetzt steht es 3:0 für Nico und das ist das Problem von Wurz", urteilte Lauda gnadenlos. Der deutsche Weltmeister-Sohn Rosberg fährt derzeit wie sein BMW-Landsmann Nick Heidfeld in Überform. Gerhard Berger hat Rosberg deshalb bereits als Nummer drei seiner persönlichen "Überflieger" hinter Alonso und Räikkönen und damit noch vor Hamilton eingereiht.

Startaufstellung:

1. Reihe:
Felipe Massa (BRA) Ferrari 1:32,652 Min.
Lewis Hamilton (GBR) McLaren-Mercedes 1:32,935

2. Reihe:
Kimi Räikkönen (FIN) Ferrari 1:33,131
Fernando Alonso (ESP) McLaren-Mercedes 1:33,192

3. Reihe:
Nick Heidfeld (GER) BMW-Sauber 1:33,404
Robert Kubica (POL) BMW-Sauber 1:33,710

4. Reihe:
Giancarlo Fisichella (ITA) Renault 1:34,056
Mark Webber (AUS) Red Bull-Renault 1:34,106

5. Reihe:
Jarno Trulli (ITA) Toyota 1:34,154
Nico Rosberg (GER) Williams-Toyota 1:34,399

6. Reihe:
Alexander Wurz (AUT) Williams-Toyota 1:32,915
Heikki Kovalainen (FIN) Renault 1:32,935

7. Reihe:
Anthony Davidson (GBR) Super Aguri-Honda 1:33,082
Ralf Schumacher (GER) Toyota 1:33,294

8. Reihe:
Rubens Barrichello (BRA) Honda 1:33,624
Jenson Button (GBR) Honda 1:33,731

9. Reihe:
Takuma Sato (JPN) Super Aguri-Honda 1:33,984
Vitantonio Liuzzi (ITA) Toro Rosso-Ferrari 1:34,024

10. Reihe:
Scott Speed (USA) Toro Rosso-Ferrari 1:34,333
Adrian Sutil (GER) Spyker-Ferrari 1:35,280

11. Reihe:
David Coulthard (GBR) Red Bull-Renault 1:35,341
Christijan Albers (NED) Spyker-Ferrari 1:35,533

(apa/red)