Massa als Favorit ins Qualifying von Spa: Tagesbestzeit in den ersten Freien Trainings

Alonso bei wechselhaften Bedingungen sehr stark Plus: Zahlreiche Zwischenfälle bei leichtem Regen

Massa als Favorit ins Qualifying von Spa: Tagesbestzeit in den ersten Freien Trainings © Bild: Reuters

Ferrari-Pilot Felipe Massa scheint auch beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps das Tempo vorzugeben. Während Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen bei regnerischen Bedingungen auf seiner Paradestrecke zum Bruchpiloten wurde, gelang seinem Teamkollegen die schnellste Runde des Tages. Der WM-Zweite aus Brasilien, der nur knapp von Fernando Alonso distanziert wurde, geht heute nun als Favorit ins Qualifying.

Massa, der nach seinem Sieg in Valencia mit viel Rückenwind nach Belgien gereist war, kam auf dem anspruchsvollen Ardennen-Kurs von Beginn an gut zurecht. In 1:47,284 Minuten war er im ersten Training 0,339 Sekunden schneller als Räikkönen und ließ den drittplatzierten Lewis Hamilton 0,594 Sekunden hinter sich. Der WM-Spitzenreiter aus England ließ sich auf der 7,004 km langen Traditionsstrecke aber noch nicht in die Karten blicken. "Wir haben ziemlich gute Daten gesammelt und fühlen uns für die Qualifikation gerüstet", meinte Hamilton.

Kein Glück für Räikönnen
Kein Glück brachte das zweite Training Räikönnen. Der am Vormittag noch mit der Höchstgeschwindigkeit von 324 km/h gemessene Weltmeister verlor die Kontrolle über seinen Ferrari, krachte in einen Reifenstapel und kam ohne Heckflügel zurück an die Box. Zuvor hatte sich schon Red-Bull-Pilot Mark Webber, am Vormittag noch Sechster, von der Strecke verabschiedet.

"Ich bin in den Kies gerutscht und habe das Auto beschädigt. Aber wir werden es morgen wieder versuchen", meinte der Australier. Nachdem das Training zehn Minuten lang unterbrochen gewesen war, fuhr Doppel-Weltmeister Alonso in 1:48,454 Min. Bestzeit. Massa war um 0,05 Sekunden langsamer. "Die Zeiten heute sagen nicht viel. Es war typisch Spa - halb nass, halb trocken", erklärte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Nach den zuletzt lustlos wirkenden Vorstellungen von Räikkönen war auch eine Diskussion um eine Stallorder zugunsten seines Teamkollegen Massa entbrannt. "Beide Fahrer wissen, dass sie dem jeweils anderen in der WM-Schlussphase helfen müssen, wenn es erforderlich ist", betonte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali, der auch nach dem Crash des Finnen bekräftigte: "Seine Motivation ist sehr hoch".
(apa/red)