Martin Graf von

"Vorwürfe sind allesamt falsch"

Dritter Nationalratspräsident verteilt Folder und spricht von einer "Hetzjagd der Medien"

Martin Graf - "Vorwürfe sind allesamt falsch" © Bild: APA/Schlager

Der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf hat am Sonntag die Vorwürfe gegen ihn als "allesamt falsch" zurückgewiesen. Er ließ beim 33. fälschlicherweise als Anwalt bezeichnet haben.

Graf dementiert ämtliche Vorwürfe, die gegen ihn im Zusammenhang mit der Gertrud Meschar Privatstiftung und den Kandidatenlisten für die Nationalratswahlen 1994 und 1999 erhoben würden, hieß es in dem Folder, dessen Überschrift lautete: "Medienkampagne gegen Martin Graf. Vorwürfe und Fakten."

Graf spricht von "beispielloser Hetzjagd"
"Der Euro zerbricht, unsere Regierung schaut tatenlos zu. Doch die Medien kennen seit drei Wochen nur ein Thema. In einer beispiellosen Hetzjagd werden ungeheuerliche Vorwürfe gegen den Dritten Nationalratspräsidenten Dr. Martin Graf erhoben. Ein Erbschleicher soll er sein und jetzt auch noch ein Hochstapler", heißt es in dem Papier.

Graf geht darin zunächst auf die Berichte ein, wonach er sich fälschlicherweise mit dem Titel des Rechtsanwalts geschmückt haben soll: Diese Bezeichnung sei, so versichert er, auf einen Fehler zurückzuführen, der nicht von ihm ausgegangen sei. Er habe seinen Beruf stets korrekt als "Rechtsanwaltsanwärter" angegeben, nämlich sowohl auf der Zustimmungserklärung als auch auf jedem Lebenslauf.

Stiftungscausa: Pensionistin nicht gezwungen
Detailreich geht Graf auf die Stiftung Meschar ein, etwa auf den Vorwurf, er habe die Pensionistin überredet, eine Stiftung zu gründen. Tatsächlich sei sie mit dem ausdrücklichen Wunsch auf Graf zugekommen, dies zu tun, heißt es. Sie habe etwa sicherstellen wollen, dass ihr Vermögen erhalten bleibe und daraus soziale Zwecke unterstützt würden: "Und sie wollte, dass ihr Name durch die Stiftung erhalten bleibt, weil Frau Meschar keine direkten Nachkommen hat."

Das Vermögen von rund einer Million Euro sei keineswegs zu klein für eine Stiftung gewesen, zeigt sich Graf in dem Papier überzeugt. In der Praxis würden zahlreiche Stiftungen mit ähnlich hohem oder sogar niedrigerem Vermögen existieren. Frau Meschar erhalte außerdem nicht nur 5.000 Euro jährlich, sondern sämtliche vorgelegten Rechnungen ersetzt. Zudem bezahle die Stiftung die Betriebskosten ihrer Liegenschaften, die sie vor Stiftungsgründung selber habe zahlen müssen.

Auch wenn Frau Meschar zum Pflegefall werde, gebe es genug liquide Mittel: "Die Stiftung verfügt aktuell über rund 20.000 Euro täglich verfügbares Kapital. Mittelfristig können Wertpapiere veräußert und Immobilien verkauft werden, sodass für die Pflege von Frau Meschar immer genug Geld zur Verfügung stehen wird." Die Stiftung, so wird zudem erklärt, habe nur rund vier Prozent in Wertpapieren oder Finanzbeteiligungen veranlagt.

Keine "Erbschleicherei"
Graf betont auch, dass das im Besitz der Familie stehende Restaurant die volle Miete zahle. Diese sei nach dem Kauf des Hauses durch die Stiftung sogar leicht erhöht worden. Das Restaurant sei "keinen Cent" schuldig geblieben: "Die Einnahmen stärken die Stiftung und sorgen dafür, dass Frau Meschar Erträge zufließen." Die betreffende Immobilie sei nicht zu teuer und auch nicht gegen den Willen von Frau Meschar gekauft worden.

Dass die Vorstände "Erbschleicherei" betreiben würden, sei jedenfalls falsch, heißt es weiter. Die Erträge des Vermögens würden in den Tierschutz und in die Forschung fließen. Kein Vorstand könne sich daraus bereichern. Eine rechtliche Möglichkeit, Frau Meschar ihr Vermögen einfach zurückzugeben, gebe es jedoch nicht: "Das ist das Wesen einer Stiftung." Darüber sei die Stifterin jedoch intensiv belehrt worden - auch durch eine Richterin, wie Graf betont.

Kommentare

Schon wieder eine Schmutzschlacht? Vielleicht hätte man an der Redlichkeit Martin Grafs in der Stiftungscausa wirklich zweifel haben können, hätte man nicht versucht nachzulegen.

Und die Vorwürfe, er hätte unter falscher Berufsbezeichnung kanditiert sind offensichtlich falsch.

Wie glaubwürdig ist dann die Stiftungscausa?

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundesobmann der
Patriotischen Christen Österreichs (PCÖ)
http://www.pcoe.gnx.at

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Schiefe Optik! Was ist DAS bitte für ein Beruf "Rechtsanwaltsanwärter" ??? Wo kann man den erlernen?
Und das kann man ein Leben lang sein !?
Für wie blöd hält uns die blaue Fraktion eigentlich?
Es gibt schon blöde Argumente, aber so ein blödes habe ich schon lange nicht mehr gehört!
Als das 1994 auf den Wahlzetteln stand, ist das keinem aufgefallen. Und die eigene Partei schaut ja nicht auf die Zettel, ob alles korrekt ist! Was ist mit der Rechtsanwaltskammer? Wenn ihr das nicht auffällt, dann ist sie unnötig! Die sollte doch darauf schauen, dass alles mit rechten Dingen zu geht!?
Und dann steht es 1999 noch immer auf den Wahlzetteln und es fällt noch immer niemanden auf!?
Auch da schauen sich die Blauen die Wahlzettel nicht an!
Aber ich weiß - Schuld sind IMMER die Anderen !

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Re: Schiefe Optik! Völlig richtig!
Warum reißen sich eigentlich der tüchtigen und fleißigen Fraktion angehörige und auf tausendjähriger Tradition aufbauende, deutschveredelte Juristen darum, das für eine Stiftung ohnehin zu kleine Vermögen einer alten Dame verwalten zu dürfen und noch dazu um Wotans Lohn?
Haben diese Leute nur Teilzeitjobs und daher reichlich Freizeit? Ist z.B. die Tätigkeit eines dritten (drittklassigen) NRP-Jobs nur geschäftiger Müßiggang?
Fragen über Fragen: Haben diese Leute tatsächlich einen UNI-Abschluss, wenn sie nicht einmal wussten, dass Stiftungen erst ab einem Vermögen von zwei bis drei Mio Euro rentabel für den Stifter (die Stifterin) sind? Oder ist das eine neue Art von Stiftung (NAST), die nur für den Stiftungsvorstand rentabel ist?
Was sagen dazu die frommen Gottgläubigen?

Hr.Graf die FPÖ ist schon ruiniert, bleiben Sie !!! Oder wollen Sie die FPÖ riunieren ??? ha ha ha ha....

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Hr. Graf, wenn SIE die FPÖ nicht riunieren wollen...GEHEN SIE

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fragwürdige partei !!! ist im parlament nicht schon eimal eine falsche magisterin aus klagenfurt gesessen ? warum sitzt ein falscher anwalt als 4.höchster mann im staat noch immer im parament und hat dubiose geschichten am kerbholz ? die politiker kann man ja noch verstehen "die gier nach macht und geld",aber das dumme volk das solche menschen in den sattel hilft wohl nicht !das ich nicht lache herr MAGISTER strache hab ich schon gelesen ist wohl nur ein spass gewesen !!!

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