Markus Rogan bei Kurzbahn-WM um Gold:
Könnte schlimmstenfalls auch leer ausgehen

Gold über 200 m Rücken scheint für Lochte reserviert Mirna Jukic ist auf drei Final-Einsätze programmiert

Markus Rogan bei Kurzbahn-WM um Gold:
Könnte schlimmstenfalls auch leer ausgehen © Bild: APA/Techt

Ein Medaillenregen wie vor gut zwei Wochen bei den Langbahn-Europameisterschaften wird es nicht werden, doch Österreichs Schwimm-Asse sollten auch bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften anschreiben. Für die Titelkämpfe herrschte im Vorfeld im OSV-Lager wie auch international jedoch noch Ungewissheit, was von den Bewerben qualitativ tatsächlich zu erwarten ist.

Durch die Terminisierung inmitten der Langbahn-Vorbereitung auf Olympia hat wohl kaum jemand gezielt auf die WM hingearbeitet, die jüngsten EM- und Trials-Zeiten lassen aber doch einiges erwarten. So auch von Österreichs fünfköpfigem Team, von denen wieder einmal Markus Rogan und Mirna Jukic zu den Medaillen-Anwärtern zu zählen sind. Dinko Jukic, Hunor Mate und Maxim Podoprigora sind Final-Einzüge zuzutrauen.

Rogan Sieganwärter über 100 m Rücken
Rogan beginnt heute mit 100 m Rücken, diesmal seine erklärte Hauptstrecke. Das Finale ist für Donnerstag angesetzt. Da rechnet sich der Wiener mehr Siegchancen aus als über 200 m Rücken am Sonntag. Zwar scheint dem 25-Jährigen auf dem 200er ein Podestplatz schwer zu nehmen sein, der oberste scheint aber an US-Boy Ryan Lochte vergeben.

Der Doppel-Europameister von Eindhoven geht laut Nennzeiten als Nummer drei in den 100-m-Bewerb. "Ich bin froh, dass Lochte nicht über 100 m schwimmt", meinte er zur Absenz des Weltrekordlers. "Der ist super drauf." Vor Rogan liegen im Nenn-Ranking der russische Kurzbahn-Europameister Stanislaw Donez und Randall Bal. Mit dessen US-Landsmann Peter Marshall ist ebenso zu rechnen wie mit dem sehr starken Briten Liam Tancock. Der Russe Arkadij Wjatschanin und der Deutsche Thomas Rupprath haben nicht genannt.

Jukic strebt Medaille über 200 m Brust an
Mirna Jukic hat das Zeug, wie in Eindhoven in drei Endläufe zu schwimmen. Den Beginn macht sie an ihrem 22. Geburtstag im Brustsprint, in dem sie als Sechstschnellste genannt ist. "So knapp nach der EM wird es hier nicht einfach", erklärte die Wienerin beim Training im WM-Becken. "Wir haben versucht, seit der EM die Form zu halten." In diesen knapp zwei Wochen wurde auf der 25-m-Bahn trainiert, um Wenden und Tauchphasen zu üben. Von mehr als einer Medaille über 200 m Brust traut sich Jukic aber nicht zu sprechen.

Dinko Jukic mit bescheidenen Zielen
Mirnas Bruder Dinko greift erst am Donnerstag über 400 m Lagen ins Geschehen ein, der Langbahn-Vize-Europameister über 200 m Lagen hat eher bescheidene Wünsche. "Ich möchte besser als bei der WM in Melbourne sein, also in die Top 15", meinte der 19-Jährige. "Das scheint überall möglich." Besonders über 200 m Delfin möchte sich der Student ins Zeug legen, hat er diese Strecke in Eindhoven doch für seine Lagen-Medaillenchance geopfert.

Mit vollem Eifer ist Hunor Mate nach Manchester gekommen. "Das hier ist eine WM. Es war keine Frage für mich, zu kommen." Acht OSV-Qualifizierte hatten ja auf ein Antreten verzichtet. Mate beginnt am Donnerstag über 100 m Brust. "Ich möchte in ein Finale, weiß aber nicht genau, wo ich die besten Chancen habe." Maxim Podoprigora reist erst am Donnerstagabend an, tritt am Freitag über 200 m Brust an und reist am Samstag wieder ab. (apa/red)