Markus R. Leeb über die Vorzüge des Zeit- drucks: AUA-Verkauf - Bitte Tempo

Die Privatisierung der AUA hat bereits volle Flughöhe erreicht. Noch im Oktober soll der neue Haupteigentümer gefunden sein. Endlich ein Verkaufsprozess, der von der Staatsholding ÖIAG höchst professionell in Gang gesetzt wurde. Dazu musste ÖIAG-Alleinvorstand Peter Michaelis nicht einmal ein Gutachten in Auftrag geben. Sein Aufsichtsrat hat das Heft in die Hand genommen. Somit stehen Vollprofis wie Peter Mitterbauer und Siegfried Wolf hinter der Privatisierung, an der sich die größten Airlines beteiligen. Wie NEWS-Leser wissen, sind noch sechs Airlines im Rennen: Lufthansa, Air France KLM, British Airways, Air China, Aeroflot und S7.

Alle anderen potenziellen Bieter wurden ausgeschieden. In den kommenden Tagen werden weitere zwei bis drei Interessenten abfliegen. Die Auslese ist beinhart, was bereits für Kritik sorgt. Manchen geht es jetzt gar zu schnell. Ja, es wird Airlines geben, die kein Angebot zustande bringen werden. Na und? Mit der AUA befindet sich eine erstklassige Airline am Markt. Wer die Perle haben will, muss sich eben anstrengen. Wie lange sollte man zuwarten: bis der Privatisierungsauftrag ausläuft und erneut die Politik mitreden kann; bis weitere Langstreckendestinationen wie Bombay gestrichen werden müssen? Bitte verschont die AUA und uns.