Marktführer, Exportrekorde, neue Jobs:
NEWS über Big Biz Österreichs in Osteuropa

Kein anderes Land profitiert von Erweiterung wie wir BIP seit 1990 um insgesamt 13 Mrd. Euro gestiegen

Erfolg made in Austria. Mit der konsequenten Expansion in Richtung Osten haben Österreichs Unternehmen den richtigen Riecher bewiesen. Marktführerschaft in vielen Bereichen, neue Arbeitsplätze sowie neue Exportrekorde sind die logische Konsequenz.

Kein anderes Land profitiert dermaßen stark von der EU-Osterweiterung wie Österreich. Dank der politischen Neuorientierung ist das heimische Bruttoinlandsprodukt seit 1990 um insgesamt 13 Mrd. Euro gewachsen. Gleichzeitig sind rund 150.000 Arbeitsplätze entstanden. Jährlich neue Exportrekorde haben Österreich erstmals eine positive Handelsbilanz beschert. Kurz: eine Erfolgsgeschichte in Rotweißrot. Diese ist nicht zuletzt dadurch begründet, dass sich heimische Unternehmen - quer durch alle Wirtschaftsbereiche und Branchen - schon früh über die Grenzen wagten und auch weiterhin spannende Projekte im Osten forcieren.

Wie etwa die OMV: Obgleich schon führender Erd-öl-und Erdgaskonzern in Mitteleuropa, will der Energieriese im Bereich Raffinerie und Marketing mit Raffineriekapazitäten von derzeit rund 500 Barrel pro Tag seine Position ausbauen. Darüber hinaus werden Akquisitionsmöglichkeiten im EU-Beitrittsgebiet evaluiert. Der Erwerb von 34 Prozent Anteilen an der Petrol Ofisi, dem führenden Unternehmen im türkischen Tankstellen-und Kundengeschäft, und damit der Markteintritt in die Türkei, wird als wichtiger Meilenstein in der Expansionspolitik der OMV gesehen.

Strabag bei Prestige-Objekt in Moskau
Die Strabag wiederum, einer der führenden Anbieter von Baudienstleistungen im zentral-und mittelosteuropäischen Raum, engagiert sich derzeit bei einem Prestigeprojekt in Moskau. An der Stelle des Hotels "Moskau" im historischen Stadtteil in unmittelbarer Nähe von Kreml und Rotem Platz wird ein Multifunktionskomplex errichtet. In diesem finden ein 5-Sterne-Hotel, Büroräume, Verkaufsflächen sowie eine Tiefgarage Platz. Eine der wichtigsten Zielsetzungen des mit 500 Millionen Euro budgetierten Projektes: Die historische Fassade aus den 30er Jahren soll wieder in altem Glanz erstrahlen.

Zwar sind die größten Märkte für die Strabag immer noch Deutschland und Österreich, das Wachstum kommt aber - wie so oft - aus den mittel-und osteuropäischen Ländern. Dank dieser Länder erwartet sich Strabag-Boss Hans Peter Haselsteiner auch für 2006 ein Rekordergebnis.

Bereits 1997 definierte Erste-Bank-Chef Andreas Treichl den erweiterten Heimmarkt des Instituts mit jenen Ländern, die direkt an Österreich grenzen. Ab 2000, als die Großbanken im Osten vom Staat privatisiert und zum Kauf an internationale Investoren angeboten wurden, startete die Erste Bank so richtig durch. "Wir waren also ,late starter, but a front runner'", heißt es dazu vonseiten der Erste Bank. In der Tat konnte die Kundenbasis von 600.000 Kunden im Jahr 1997 auf derzeit 15,3 Millionen Kunden erweitert werden. Der größte Coup in der Unternehmensgeschichte war sicher die Akquisition der größten rumänischen Bank, der Banca Comerciala Romana, im Dezember 2005. Für knapp 62 Prozent der Aktien der Bank legte Treichl 3,75 Milliarden Euro auf den Tisch. Der endgültige Abschluss des Kaufs wird für Ende Juli erwartet. Weitere Akquisitionen - etwa in der Ukraine - sind nicht ausgeschlossen.

Raiffeisen als einer der Ersten in Osteuropa
Viel früher im Osten als die Erste Bank war die Raiffeisen Zentralbank. "Die RZB war bereits 1986/87 in Zentral-und Osteuropa, als an einen Fall des Eisernen Vorhangs noch nicht zu denken war", so RZB-Chef Walter Rothensteiner. Seither hat die Bank ihr Netzwerk über ihre Osteuropatochter Raiffeisen International konsequent ausgebaut und ist heute mit 2.400 Filialen im Retailgeschäft in Zentral-und Osteuropa vertreten.

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