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Mariahilfer Straße:
Stillstand bei Vermietungen

Einzelhändler wollen das Ergebnis der Fußgängerzonen-Befragung abwarten

Die Entscheidung um die Mariahilfer Straße geht in die letzte Runde. © Bild: NEWS.AT

Der aktuelle Geschäftsflächenbericht des Immobiliendienstleisters EHL ortet einen "Stillstand" auf der Mariahilfer Straße. Viele Einzelhändler würden das Ergebnis der Fuzo-Befragung abwarten, bevor sie Entscheidungen über Neuanmietungen, Umzüge oder Absiedelungen treffen, hieß es am Dienstag in einer Aussendung.

"Die aktuelle Phase der Unsicherheit ist definitiv ein Problem", befand Jörg Bitzer, der Leiter der Abteilung Einzelhandelsimmobilien: "Wie auch immer die Mariahilfer Straße in Zukunft gestaltet sein wird, wichtig ist, dass die Entscheidung bald fällt."

Ansonsten wird die Entwicklung in Wien positiv bewertet: Der starke Zuwachs an Einkaufszentrumsflächen in der Bundeshauptstadt wird vom Markt problemlos absorbiert, lautet die Prognose. Der Bericht weist für 2014 die Fertigstellung von 60.000 Quadratmetern Mietflächen in Einkaufszentren aus - davon werde "praktisch kein Quadratmeter" unvermietet bleiben, hieß es.

Wichtige Neuzugänge

Als wichtige Neuzugänge werden etwa das EKZ am Hauptbahnhof und das Projekt City Gate in Floridsdorf genannt. Laut EHL zeichnet sich eine Vollvermietung bei den großen Projekten ab.

Dieser Trend sorge auch dafür, dass Mieten für Topobjekte stabil bleiben würden - und sogar weiter Aufwärtstendenz zeigen. Österreich teuerstes Pflaster, der Kohlmarkt, liegt mit teilweise mehr als 350 Euro pro Quadratmeter bereits im europäischen Spitzenfeld, hieß es. Für schlechtere Lagen weise der Bericht hingegen einen weiteren Abwärtstrend samt steigenden Leerstände aus.

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