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"Mahü": Streit um Busse

Bezirksvorsteher kritisiert neue Ausweichpläne für 13A und ortet internen Kampf

Mariahilfer Straße: Streit um Ausweichroute der Busse. © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Die Debatte um die Busse auf der Mariahilfer Straße geht weiter: Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou hat am Dienstag angekündigt, den 13A aus der neuen Fußgängerzone in der Mariahilfer Straße verbannen zu wollen. Ein Expertenteam soll eine brauchbare Alternativvariante ausarbeiten. Als favorisierte Ausweichroute gilt derzeit die Neubaugasse, wo der Bus dann in beide Richtungen fahren würde. Neubaus grüner Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger steht dieser Möglichkeit skeptisch gegenüber und ortet einen "internen Kampf" bei den Wiener Linien, wie er mitteilte.

Er wolle sich nicht zu einzelnen Varianten äußern, so Blimlinger. Ganz einsehen will der Bezirkschef die geplante 13A-Verlegung jedenfalls nicht. "Die Befindlichkeit der Busfahrer in Ehren, aber die Geschichte scheint doch zu funktionieren", gab er sich überzeugt. Er bekomme sogar Rückmeldungen von einigen Lenkern, die sagen würden, dass das Durchfahren der Fuzo sogar einfacher sei als die Situation vor der Verkehrsberuhigung. Er sei natürlich für Verbesserungen jederzeit zu haben, versicherte der Bezirksvorsteher. Man müsse nun einmal Gespräche führen.

Platzproblem befürchtet

Die Wiener Linien hatten schon vor dem Start des neuen "Mahü"-Verkehrskonzepts für die Neubaugasse-Lösung plädiert. Dem Vernehmen nach war diese Variante aber am Widerstand Blimlingers gescheitert, weshalb man sich entschied, den Bus doch durch die Fußgängerzone fahren zu lassen. Sollte der 13A nun künftig tatsächlich über die Neubaugasse umgeleitet werden, wird es dort zu einem Platzproblem kommen, da der betroffene Straßenabschnitt nur für eine Richtung ausgelegt ist.

Deshalb müsste entweder die Fahrbahn verbreitet und damit Gehsteige rückgebaut werden, oder eine Wartezone mit Ampeln eingerichtet werden, um eine gleichzeitige Befahrung sich entgegenkommender Busse zu verhindern, wird kolportiert. Blimlinger zeigte sich heute jedenfalls überzeugt, dass die 13A-Causa hauptsächlich einem "internen Kampf" zwischen Personal und Unternehmensleitung der Wiener Linien geschuldet sei.

Neue Route erst in einigen Monaten möglich

Die Wiener Linien urgieren, dass möglichst rasch die Entscheidung über die neue Strecke fällt. Denn bis diese dann befahren werden kann, dauere es - aufgrund von behördlichen Genehmigungen - "sicher einige Monate", sagte Geschäftsführer Günter Steinbauer am Rande einer Pressekonferenz am Mittwoch. Das Fahren in einer Fußgängerzone sei "grundsätzlich keine gute Idee", teilte er die Sorgen der Busfahrer. Diese hatten in den letzten Tagen lautstark Bedenken geäußert und zwischendurch sogar mit einer Bestreikung der Linie gedroht, solle es zu keiner neuen Streckenführung kommen.

Steinbauer warb für die favorisierte Variante der Querung bei der Neubaugasse: Die Fahrgäste würden möglichst wenig Reisezeit verlieren und die Sicherheitsbedenken der Busfahrer wären beseitigt. Außerdem wäre dann die Fußgängerzone in der Mariahilfer Straße eine "vollwertige Fußgängerzone", da dann die ganze Fläche benutzt werden könne.

Kommentare

Ignaz-Kutschnberger

Vielleicht sollt man die Linie 13 A in der Region komplett einstellen??
Kaum scheint ein Problem gelöst, tauchen scheinbar schon wieder 2 NEUE auf...

Wie lange darf Vassilakou noch das Geld der Steuerzahler für skurile Projekte verschwenden.

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