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Mariahilfer Straße: Markierungen gegen Rad-Raser

Radler sollen so gebremst werden - Ausweichroute über Lindengasse geplant

Die Mariahilfer Straße neu kommt mit Radfahrern. © Bild: APA/EPA/GEORG HOCHMUTH

"LAAANGSAM" ist seit heute, Freitag, in pinken Buchstaben auf den Asphalt der Wiener Mariahilfer Straße gepinselt. Zusammen mit dem Piktogramm eines Radfahrers und Flugzettel-Verteilaktionen sollen die neuen Markierungen zu schnelle Radfahrer bremsen. Für die flotten Radler wird es indes eine Ausweichroute über die Lindengasse geben, wie die Stadt in einer Aussendung mitteilte.

Denn in der Fußgängerzone ist höchstens Schrittgeschwindigkeit erlaubt, Fußgänger haben Vorrang, überholt werden darf nur mit großzügigem Sicherheitsabstand. "In der Fußgängerzone sind Radfahrerinnen und Radfahrer nur Gäste", betonte Wiens Radverkehrsbeauftragter Martin Blum. Mit der Aktion "Gemeinsam auf der Mahü" möchte man nun die Radler dazu auffordern, langsam und vorausschauend unterwegs zu sein und ein gegenseitiges respektvolles Miteinander ermöglichen.

30-Euro-Strafe droht

Die Informations- und Verteilaktionen vor Ort starten in der zweiten Aprilwoche, sie sollen noch über den Umbaubeginn hinaus bis Ende Mai laufen. Zusätzlich wird die Polizei die Einhaltung des Tempolimits kontrollieren, bei Überschreitungen droht eine Strafe von 30 Euro. Wer es wirklich eilig hat, kann über die Lindengasse ausweichen. Auch über diese Möglichkeit will die Stadt mit Flugzetteln und Informationen an den Radständern informieren.

Die Entscheidung der Wiener für Radfahren in der Fuzo hatte vor allem bei Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) für Bedenken gesorgt. Er hatte sich im Vorfeld der Befragung klar gegen Radler ausgesprochen und bereits direkt nach der Abstimmung Sicherheitsmaßnahmen eingefordert.

Kommentare

Seekuh44

Gar keine Radfahrerin der Fuzo! Die sollen gefälligst da fahren, wo auch die Autos fahren.
Und für härtere Strafen bin ich auch. Was sind heutzutage €30.-? Viel zu wenig, damits weh tut!!

30 EURO, lächerlich! 300 EURO wären da angebracht und wer nicht zahlt, dem wird das Rad weggenommen! Das würde die "Schei.. mi nix"-Pedalritter sicher einbremsen! Abgesehen davon haben Radfahrer in einer Fuzo nix verloren! Eine Fuzu ist wie ein Gehsteig und auf den darf auch nicht gefahren werden!

Wenn schon die Autos aus der MAHÜ müssen, dann die Radfahrer ebenso!!! Ständig hat man irgendeinen Radreifen vor den Füßen!!

Hat Wien wirklich keine anderen Verkehrsprobleme wie FUZO und MAHÜ? Der tägliche Stau auf der Tangente z.B. berührt die Griechin überhaupt nicht.

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