Maria Riesch gewinnt Slalom von Zagreb: Kathrin Zettel rettet Ehre der ÖSV-Damen

Österreicherin belegt im Ergebnis den fünften Platz PLUS: Halbzeitführende Vonn am Weg zum Sieg out

Maria Riesch gewinnt Slalom von Zagreb: Kathrin Zettel rettet Ehre der ÖSV-Damen

Die in überragender Slalomform agierende Deutsche Maria Riesch hat nach den Siegen in La Molina und auf dem Semmering mit dem Erfolg in Zagreb den Hattrick komplettiert und die Führung im Gesamtweltcup übernommen. Die bisherige Spitzenreiterin, Lindsey Vonn aus den USA, schied nach Halbzeitführung im Finale am Zielhang aus. Einzige Österreicherin in der Wertung war Kathrin Zettel als Fünfte, der Tag hatte für den ÖSV mit einem Sturz beim Einfahren von Nicole Hosp bereits sehr schlecht begonnen.

Die 24-Jährige Riesch nützte wie Vonn im ersten Durchgang die günstige frühe Startnummer, die 16. Laufzeit im zweiten reichte zum Sieg vor 10.000 Zuschauern auf dem Bärenberg, da die Zeitabstände aus dem ersten Lauf enorm gewesen waren. Zweite wurde die Italienerin Nicole Gius (0,44 Sekunden zurück), Dritte die Tschechin Sarka Zahrobska (0,63). Zettel katapultierte sich mit Laufbestzeit von Rang zwölf auf fünf. "Der zweite Durchgang hat gepasst, da war ein Aufwärtstrend bemerkbar. Es war ziemlich eisig und schnell noch dazu. Man muss sich da runter auch überwinden und trauen, den Ski laufen zu lassen. Ich muss lernen, Gas zu geben", sagte die Niederösterreicherin, die im Gesamtweltcup Vierte ist.

Knapp am Debakel vorbei
Österreichs Damen entgingen im ersten Slalom des Jahres knapp einem Debakel, neben Zettel hatte sich nur Bernadette Schild (als 30. mit 4,33 Sekunden Rückstand) für das Finale qualifiziert. Kathrin Triendl scheiterte als 38., Michaela Kirchgasser, Anna Fenninger, Alexandra Daum, Simone Streng und Carmen Thalmann scheiterten am anspruchsvollem Hang. Im zweiten Durchgang sah auch die jüngere Schild-Schwester das Ziel nicht. "Der Hang ist eigentlich nicht so schwer, aber es ist mal glatt, dann griffig, dann eisig", sagte Schild, die eine kleine Welle übersah und es verpasste, nach dem Slalom auf dem Semmering erneut anzuschreiben.

In dieser Saison haben von den Österreicherinnen erst Hosp, Zettel, Kirchgasser, Fenninger und Bernadette Schild im Slalom gepunktet, vor den Weltmeisterschaften in Val d'Isere stehen in dieser Disziplin noch ein Rennen in Marburg am kommenden Sonntag und eines in Garmisch-Partenkirchen (31. Jänner) auf dem Programm. "Im Slalom haben wir eine Krise, absolut. Wir haben drei Läuferinnen, die unter den 30 starten. Dann hat sich noch dazu die Niki heute früh verletzt, das war für die anderen auch nicht gut, das sah man an der bisserl zurückhaltenden Fahrweise im ersten Lauf. Sie haben zu wenig attackiert, aber das ist nicht verwunderlich, wenn in der Früh der Besten wieder was passiert. Das stärkt dann nicht das Selbstvertrauen", nahm ÖSV-Damencheftrainer Herbert Mandl seine Schützlinge etwas in Schutz.

Endstand:
1. Maria Riesch GER 1:58,96 Min.
2. Nicole Gius ITA 1:59,40 +0,44
3. Sarka Zahrobska CZE 1:59,59 +0,63
4. Anja Pärson SWE 2:00,20 +1,24
5. Kathrin Zettel AUT 2:00,23 +1,27
6. Frida Hansdotter SWE 2:00,30 +1,34
7. Tanja Poutiainen FIN 2:00,53 +1,57
8. Sandra Gini SUI 2:00,79 +1,83
9. Manuela Mölgg ITA 2:00,80 +1,84
10. Susanne Riesch GER 2:01,05 +2,09
11. Maria Pietilä-Holmner SWE 2:01,08 +2,12
12. Aline Bonjour SUI 2:01,18 +2,22
13. Fanny Chmelar GER 2:01,22 +2,26
14. Therese Borssen SWE 2:01,25 +2,29
15. Christina Geiger GER 2:01,31 +2,35
16. Ana Jelusic CRO 2:01,64 +2,68
16. Monika Bergmann GER 2:01,64 +2,68
18. Kathrin Hölzl GER 2:01,88 +2,92
19. Nika Fleiss CRO 2:02,21 +3,25
20. Marion Bertrand FRA 2:02,97 +4,01
21. Nina Perner GER 2:03,09 +4,13
22. Irene Curtoni ITA 2:03,24 +4,28
23. Florine de Leymarie FRA 2:03,28 +4,32
24. Marianne Mair GER 2:03,41 +4,45
25. Claire Dautherives FRA 2:03,68 +4,72


(apa/red)