Margaret Beckett: Nach 30 Jahren in der Politik nun Karrierehöhepunkt Außenamt

Zuletzt war 63-Jährige Umwelt- und Agrarministerin Ursprünglich gegen Irak-Krieg, billigte ihn später doch

Die neue britische Außenministerin Margaret Beckett ist seit langem in der Politik. Die vorerst letzte Station ihrer Karriere war das Umwelt- und Agrarministerium, mit dem Premierminister Tony Blair sie 2001 betraute. Die 63-Jährige wird zum inneren Kreis um Blair gezählt, obwohl sie nicht immer einer Meinung mit ihm war. So soll sie vor dem Irakkrieg Bedenken gegen eine britische Beteiligung gehabt haben, billigte aber schließlich den Feldzug.

Vom Stress der Politik erholt sich die studierte Metallurgin gerne bei gemeinsamen Ausflügen im Wohnwagen mit ihrem Mann Leo. Als britische Vertreterin im Agrar-, Fischerei- und Umweltministerrat der Europäischen Union sammelte sie in diesen Gremien auch internationale Erfahrungen, die ihr im neuen Amt zu Gute kommen. Bereits als Industrie- und Handelsministerin der ersten Blair-Regierung hatte sie in den Jahren 1997 bis 1998 mit der EU zu tun.

Seit 1974 im Parlament
Der erste Meilenstein auf Becketts politischem Weg war die Wahl ins Unterhaus 1974, dem sie seitdem, mit einer vierjähriger Unterbrechung, als Labour-Abgeordnete angehört. In Oppositionszeiten war sie zunächst "Schattenministerin" für Gesundheit, dann für Handel und Industrie. 1998 brachte sie es zur Fraktionsvorsitzenden der Regierungspartei im Unterhaus. (APA/red)