Karriere von

Marcel Hirscher beendet
seine aktive Ski-Karriere

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    9. März 2008: Wenige Tage nach seinem 19. Geburtstag fährt Marcel Hirscher im Slalom von Kranjska Gora erstmals im Weltcup aufs Podest.

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    Als Drittplatzierter jubelt Hirscher neben Sieger Manfred Mölgg und dem Zweitplatzierten Ivica Kostelic.

Österreichs erfolgreichster Alpin-Skifahrer aller Zeiten hat seine aktive Karriere beendet. Marcel Hirscher gab am Mittwoch in Salzburg seinen Rücktritt bekannt.. Mit 67 Weltcupsiegen reihte er sich im Herren-Skizirkus im ewigen Ranking hinter dem Schweden Ingemar Stenmark (86) auf Rang zwei ein.

Österreichs fünffacher Sportler des Jahres macht es bei einer viel erwarteten Pressekonferenz im Salzburger Gusswerk kurz: "Es ist der Tag, an dem ich meine aktive Karriere beenden werde", sagte der vom Liechtensteiner Ex-Skirennläufer Marco Büchel interviewte 30-jährige Hirscher. Der langjährige ÖSV-Star bedankte sich bei seiner Familie, bei seinen Eltern, speziell bei seinem Vater (Ferdinand, Anm.), seiner Frau (Laura) und den Skifans.

Hirscher gab an, dass seine Entscheidung zum Rücktritt vor rund zwei Wochen in ihm gereift sei. "Es gibt sehr viele Gründe dafür", erklärte der Annaberger. "Es ist die Summe aus vielen Gründen, die mich dazu gebracht haben." Die Motivation zu finden, sei immer schwieriger, zudem sei die Zeit zur Regeneration immer knapper. "Der Sommer wird fast zu kurz, um die Zeit zu haben, um zu regenerieren."

Er sei aber auch froh, zwölf Jahre auf hohem Niveau ohne große Verletzung gehabt zu haben. "Ich glaube, dass ich wahnsinnig Glück habe, dass ich mit zwei gesunde Knie nach Hause fahren darf." Es sei eine schlaue Entscheidung, seine Karriere zu diesem Zeitpunkt zu beenden. Auf seine Karriere blicke er gerne zurück. "Ich bin stolz auf das, was ich zusammengebracht habe. Ich würde es genauso noch einmal machen."

Spekulationen um seine Zukunft

So sicher der Rücktritt aus dem Ski-Zirkus ist, bleibt noch ungeklärt, was der Ski-Star nach dem 12-jährigen Rekordlauf beruflich mit seiner Zeit anfangen wird. Sicher scheint laut ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel eine beratende Funktion beim österreichischen SKi-Verband.

Gerüchten zufolge hat Hirscher darüber hinaus aber noch zwei Optionen: Zum einen gibt es bei Red Bull Überlegungen eine Rennschule zu gründen, in die Hirscher federführend mit seiner Skifirma eingebunden werden könnte.

© APA/AFP Ein Abschied in den fernen Osten?

Zum anderen stehen die Chancen auch nicht schlecht, dass Hirscher als Testimonial von Atomic helfen soll, neue Märkte zu erschließen. Die Salzburger Ski-Firma wurde erst vor kurzem von einem chinesischen Unternehmen übernommen und der Markt in Asien ist enorm groß.