Marc Janko derzeit außer Rand und Band:
Jungstürmer mit sagenhafter Torausbeute

Fast jeder abgegebene Schuss landet in den Maschen Torjäger hält nach 2 Spielen bereits bei fünf Treffern

Marc Janko derzeit außer Rand und Band:
Jungstürmer mit sagenhafter Torausbeute © Bild: APA/Krug

Marc Janko trifft derzeit wie am Fließband, nach zwei Runden der Fußball-tipp3-Bundesliga führt der Stürmer von Red Bull Salzburg die Torschützenliste mit sensationellen fünf Treffern an. Und das bei nur 107 Minuten Einsatzzeit, fast jeder Schuss landet in den Maschen. Schon bald will Janko wieder aus allen Rohrern feuern. Eventuell bereits am Sonntag daheim gegen Altach.

Genau erklären kann und will Janko seinen aktuellen Erfolgsrun (drei Treffer gegen Mattersburg, zwei gegen Rapid) nicht. "Ich möchte gar nicht zu viel darüber nachdenken und alles einfach so weitermachen wie bis jetzt. Bei einem Stürmer ist es manchmal wie bei einem Skifahrer: Wenn's laft, dann laft's", griff Janko im Gespräch mit der APA zu einem legendären Erklärungsversuch aus dem Ski-Lager. Sechs Torschüsse hat Janko bisher laut LAOLA1-Datenbank in dieser Saison abgegeben, gleich fünf davon landeten im Netz. "Das kann schon sein", meinte der 25-Jährige schmunzelnd.

Doch Janko hat auch einige rationale Gründe für seinen aktuellen Torriecher zu bieten. "Einerseits ist die Vorbereitung verletzungsfrei verlaufen, dadurch bin ich körperlich ziemlich fit." Und hinzu kommt der Salzburger "Spaßfußball" unter Co Adriaanse, der sehr offensiv spielen lässt. "Natürlich profitiert man da als Stürmer. Man bekommt mehr Bälle und Chancen", so Janko, der die neue Spiel-Philosophie "überragend" findet, aber gleichzeitig dem Adriaanse-Vorgänger Giovanni Trapattoni nicht zu nahe treten will. "Jeder Trainer hat eben seine Philosophie."

"Natürlich wird ein Stürmer an Toren gemessen"
Janko (54 Bundesliga-Spiele, 25 Tore) predigt stets, dass es egal sei, wer die Tore macht, an erster Stelle stünde der Erfolg der Mannschaft. "Aber natürlich wird ein Stürmer an Toren gemessen, und so eine Serie gibt einfach Selbstvertrauen. Vor allem wenn man weiß, wie schnell sich das Blatt wenden kann", genießt der Sohn der ehemaligen Spitzen-Leichtathletin Eva Janko, der von Josef Hickersberger nicht zur EURO 2008 mitgenommen wurde, das aktuelle Hoch.

Geprägt durch zahlreiche verletzungsbedingte Rückschläge in der Vergangenheit hat Janko im Match gegen Rapid bereits auf die ersten Signale seines Körpers gehört. "Wenn der Muskel zumacht, dann reagiere ich jetzt sicher schneller als früher. Denn es macht keinen Sinn, reinzubeißen und einen Muskelfaserriss zu riskieren. Das würde vier, fünf Wochen Pause bedeuten, und das brauch ich nicht. Es war ganz sicher die richtige Entscheidung", so Janko, der gegen den Meister im Hanappi-Stadion nach zwei Treffern und 43 Minuten vom Platz ging.

Tägliche Sitzungen mit Physiotherapeuten und Masseuren
Seitdem bringt sich Janko mit zweimal täglich Physiotherapie und Massagen wieder auf Vordermann. Auch ein Besuch beim Bayern-Club-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München stand auf dem Programm. Die Entscheidung, ob Janko gegen Altach spielen kann, dürfte von Adriaanse kurzfristig gefällt werden.

"Es schaut ganz gut aus, aber wir wollen kein Risiko eingehen", so Janko, der nach wie vor von einem Wechsel in die englische Premier League träumt und hofft, im System des neuen Teamchefs eine Rolle zu spielen. "Vielleicht klappt's ja einmal in ferner Zukunft mit der Insel." Bis dahin hat er aber noch jede Menge Ziele in der Mozartstadt. "Den Meisterteller zurück nach Salzburg holen, in der UEFA-Cup-Gruppenphase eine gute Rolle spielen und in die Champions League einziehen."

Und vielleicht holt sich ja Janko ganz nebenbei auch den Salzburger Torrekord, der nach wie vor von Oliver Bierhoff mit 23 Treffern in der Saison 1990/91 gehalten wird, Hält Janko seinen Torschnitt von 2,5 pro Match, dann fällt die Bierhoff-Marke bereits in der zehnten von 36 Runden.
(apa/red)

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