Manninger erlebte "ein historisches Jahr":
Kampf um Nummer eins macht keinen Druck

Patzer bei Salzburg sind bereits "Schnee von gestern" Napoli-Legionär Garics ist "glücklich wie nie zuvor"

Manninger erlebte "ein historisches Jahr":
Kampf um Nummer eins macht keinen Druck © Bild: AP/Punz

Mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen ist Alexander Manninger zum österreichischen Fußball-Nationalteam nach Lindabrunn gestoßen. Der Goalie war maßgeblich daran beteiligt, dass sein Club Siena in Italiens höchster Liga mit der End-Platzierung 13 souverän den Klassenerhalt fixierte. "Nach Anfangsschwierigkeiten hat der Verein ein historisches Jahr hinter sich gebracht. In den fünf Jahren Serie A hat Siena noch nie 44 Punkte gemacht", betonte der Salzburger.

Maßgeblich für die gelungene Saison sei der Trainerwechsel Ende November gewesen, als Mario Beretta zurückkehrte und Manninger von der Ersatzbank wieder auf das Spielfeld hievte. "Das Frühjahr ist dann für uns sensationell verlaufen. Wir haben gegen Mannschaften gewonnen, gegen die wir davor noch nicht einmal ein Unentschieden geholt haben", sagte der 30-Jährige.

Dass er in den italienischen Medien vor allem im Frühjahr teilweise mit Lob überschüttet wurde, kratzt Manninger nach eigenen Angaben wenig. Mit Zeitungsberichten beschäftige er sich schon seit Jahren nicht, da lese er noch lieber Berichte über das erfolgreiche Basketball-Team von Siena, beteuerte er.

Patzer sind "Schnee von gestern"
Noch weniger interessiert den 26-fachen Internationalen, der im ÖFB-Team bisher 33 Gegentore kassierte, dass sein Ruf in der Heimat nicht der beste ist. "Mein Image kommt von den Medien. Ich kann nicht beantworten, wie ich in Österreich dastehe", betonte der Keeper, der seine Patzer bei Salzburg als "Schnee von gestern" bezeichnete.

Beim österreichischen Vizemeister steht Manninger noch bis 2009 unter Vertrag, der Leihkontrakt mit Siena lief mit Saisonende aus. Über seine Vereinszukunft will sich der Ex-Arsenal-Schlussmann im Moment aber keine Gedanken machen. "Ich möchte mir keine zusätzliche Last auferlegen. Bei so einer Veranstaltung wie der EM ist jedes zusätzliche Kilo an Belastung zu viel."

Manninger möchte in Italien bleiben
Auch diverse Medienberichte, in denen er mit Fiorentina in Verbindung gebracht wird, interessieren ihn nicht. "Ich kriege nur zehn Prozent von den Spekulationen mit, weil ich ja nicht lese, was geschrieben wird", behauptete Manninger, der eine Präferenz für den Verbleib in Italien erkennen ließ. "Italien ist schon eine andere Herausforderung als die österreichische Liga."

Kein Druck im Rennen um Nummer Eins
Dem Rennen um die ÖFB-Nummer eins bei der EURO sieht der Salzburger gelassen entgegen. "Für mich ist das überhaupt kein zusätzlicher Druck. Es ist klar, dass jeder von uns Drei spielen will, aber seit 120 Jahren kann eben nur Einer im Tor spielen. Im Endeffekt treffen die Trainer die Entscheidung." In physischer Hinsicht sieht sich Manninger für den Dreikampf auf jeden Fall gerüstet. "Wenn man praktisch das ganze Jahr durchspielt, ist der Körper natürlich anders gefordert. Aber ich mache das ja nicht zum ersten Mal und habe schon meine Ideen, wie ich damit umgehe."

Garics ist "glücklich wie nie zuvor"
So wie Manninger darf auch Napoli-Legionär György Garics auf eine gelungene Saison zurückblicken. Der 24-Jährige brachte es in seiner ersten Saison im italienischen Oberhaus auf 26 Einsätze, erzielte vor zehn Tagen gegen den AC Milan sein erstes Serie-A-Tor und fühlt sich auch deswegen "glücklich wie nie zuvor. Mein Ziel waren 25 Meisterschaftsspiele und ein Tor, und das habe ich erreicht", sagte der Ex-Rapidler.

(apa/red)

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