Mann erschlug Frau mit Axt: 11-jährige Tochter musste helfen, Leiche einzuwickeln

54-Jähriger gestand Tat gegenüber Ermittlern Zerrüttete Familie war Polizei bereits bekannt

Ein Mann aus Niedersachsen hat seine Ehefrau im Streit mit einer Axt erschlagen. Der 54 Jahre alte Sozialhilfeempfänger und gelernte Buchhändler habe die Tötung der neun Jahre jüngeren Frau gestanden, teilte die Polizei mit. Die elfjährige Tochter des Paares habe dem Vater helfen müssen, die Leiche der Mutter einzuwickeln, hieß es weiter.

Die Bluttat geschah in der Wohnung der Familie. Nach Polizeiangaben hatten die Eltern schon tagsüber viel Alkohol getrunken. Es kam zum Streit, der beim Abendessen eskalierte. Der Mann schüttete seiner Frau vor den Augen der elfjährigen Tochter und des sieben Jahre alten Sohnes das Essen ins Gesicht. Das Mädchen flüchtete, nachdem der Vater zum ersten Mal mit der Axt auf die Mutter eingeschlagen hatte. Der Bub war zu dem Zeitpunkt nicht mehr im Raum.

Die Tochter sagte bei der Polizei aus, sie habe schon Schlimmeres gesehen, als die Axt-Attacke gegen die Mutter. Als sie den Raum nach dem ersten Angriff verließ, habe sie die Gefahr nicht erkannt. Das Mädchen sah die tote Mutter den bisherigen Ermittlungen zufolge am nächsten Morgen.

Das Kind musste dem Vater helfen, die Leiche einzuwickeln. Der 54- Jährige versuchte dann, Blutspuren am Tatort zu beseitigen. Anschließend schaffte er seine tote Frau mit einer Schubkarre in ein nahe gelegenes Waldstück. Dort soll er ein Loch gegraben, die Tote hinein gelegt und die Leiche mit Reisig bedeckt haben.

Die Elfjährige alarmierte schließlich ihren 22 Jahre alten Bruder. Dieser rief dann die Polizei. Die Beamten fanden den Familienvater ebenso wie die Leiche seiner Frau in dem Waldstück. Die Kinder wurden zu Familienangehörigen gebracht.

Die Familie, die mit zwei ihrer fünf Kinder in dem Mehrfamilienhaus in Rinteln lebte, war der Polizei seit langem bekannt. Wegen Auseinandersetzungen der Eheleute hatten Nachbarn häufig die Polizei alarmiert. (apa)