Mann wollte Abreise verhindern: Frau mitten am Flughafen Stuttgart erschossen!

Verdächtiger Ex-Gatte muss nun vor den Haftrichter

Nach den tödlichen Schüssen auf dem Stuttgarter Flughafen soll der verdächtige Ex-Ehemann des Opfers dem Haftrichter vorgeführt werden. Der 31-Jährige soll die sechs Jahre jüngere Frau nach Polizeiangaben vor einem Check-In-Schalter in der Abfertigungshalle mit mehreren Schüssen getötet haben. Die junge Frau wollte nach Pristina fliegen. Die Polizei nahm ihren Ex-Mann nach einem Fluchtversuch in einem Parkhaus fest. Bis zum Samstagabend schwieg der Verdächtige zu den Vorwürfen.

Auch ein unbeteiligter Mann wurde von einem Streifschuss an der Hüfte getroffen und leicht verletzt. In der Abflughalle kam es am ersten Tag der Osterferien im deutschen Bundesland Baden-Württemberg unter den zahlreichen Passagieren - darunter viele Familien mit Kindern - zu panikartigen Szenen. Manche warfen sich auf den Boden, andere brachten sich in umliegenden Geschäften in Sicherheit. Die Betroffenen wurden psychologisch betreut.

Der Flugverkehr in Stuttgart lief nach Angaben einer Sprecherin trotz der Bluttat reibungslos. Bis auf die Maschine nach Pristina seien keine Flüge ausgefallen, an allen vier Terminals seien Passagiere abgefertigt worden. Lediglich der Tatort am Terminal 3 wurde abgesperrt.

Die Leiche der 25-Jährigen soll obduziert werden. "Der Mann hat mehrfach auf die Frau geschossen, es gibt mehrere sichtbare Kopfverletzungen", sagte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft. Die Ermittler gehen von einer geplanten Tat aus. Der Mann war nach ersten Erkenntnissen mit einem Leihwagen zum Flughafen gekommen, auf einer Passagierliste stand er nicht.

(apa/red)