Fakten von

ManCity nach glanzlosem
0:0 gegen Kiew im Viertelfinale

Engländer tun nur das Nötigste. Atletico bezwingt Eindhoven im Elferschießen.

Manchester City v Dynamo Kiev © Bild: Reuters / Phil Noble

Manchester City hat den erstmaligen Einzug ins Viertelfinale der Fußball-Champions-League unter Dach und Fach gebracht. Gegen Dynamo Kiew spielten die Engländer in einem schwachen Rückspiel ihren 3:1-Vorsprung aus der ersten Begegnung ohne Probleme über die Zeit. Das Fußball-"Wunder" blieb für Kiew mit ÖFB-Teamspieler Aleksandar Dragovic unerreichbar.

Im Parallelspiel zwischen Atletico Madrid und PSV Eindhoven ging es beim Stand von 0:0 in die Verlängerung. Das Achtelfinale wird am Mittwoch mit dem Partien Barcelona gegen Arsenal (2:0) und Bayern gegen Juventus (2:2) abgeschlossen. Die Auslosung des Viertelfinales findet Freitag statt.

ManCity tat gegen Kiew nur das Notwendigste, um den bereits vor dem Spiel praktisch sichergestellten Aufstieg zu finalisieren. Während die Engländer fünf Tage vor dem Premier-League-Schlager gegen Stadtrivale ManUnited nicht wollten, konnte Dynamo nicht zusetzen. Die Ukrainer hatten offenbar auch Angst, den Hausherren ins offene Messer zu laufen. Chancen blieben in einem schwachen Spiel deshalb auf beiden Seiten aus.

City-Trainer Manuel Pellegrini ging dennoch aus einem anderen Grund mit finsterer Miene in die Kabine. Kapitän Vincent Kompany musste bereits nach fünf Minuten mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel vom Feld, Nicolas Otamendi, sein Kollege in der Innenverteidigung, folgte 20 Minuten später. Bemerkbar machte sich dies im Spiel nicht. Kiew war offensiv kaum vorhanden.

Aber auch Dragovic erlebte gegen Sergio Aguero und Co. einen im Vergleich zur eigentlichen Leistungsstärke der "Citizens" geruhsamen Abend. Eingreifen musste der Wiener nur selten. Erst nach einer Stunde nahm das Spiel ein wenig Fahrt auf. Jesus Navas traf mit einem Flachschuss die Innenstange, auf der Gegenseite fiel ein Abschluss von Dynamo-Star Andrej Jarmolenko zu zentral aus. Sekunden vor dem Schlusspfiff verwehrte City-Keeper Joe Hart den Ukrainern noch einmal ihren ersten Europacup-Erfolg in England.

Atletico bezwang Eindhoven erst im Elferschießen

Atletico Madrid, der Finalist des Jahres 2014, musste gegen PSV Eindhoven "nachsitzen" und stieg nach torlosen 120 Minuten und dem 0:0 im Hinspiel schließlich erst in einem spannenden Elfmeterschießen zum dritten Mal in Folge ins Viertelfinale auf. Ein Deja-Vu für Atletico, das schon im Vorjahr gegen Leverkusen auf diese Art die Top acht erreicht hatte.

Atletico tat sich gegen Eindhoven schwer. In der spanischen Liga hatten die Madrilenen seit dem torlosen Remis im Hinspiel vier Siege bei 10:1 Toren geholt. Der PSV leistete im Vicente Calderon aber vehement Widerstand und hatte mit Jeroen Zoet auch einen starken Rückhalt. Der Torhüter war gegen Antoine Griezmann aus kurzer Distanz zur Stelle (15.) und entschärfte dann auch einen Kopfball des Franzosen (37.).

Atletico arbeitete dennoch unermüdlich, fing sich aus einem Gegenstoß aber fast einen Treffer ein: Keeper Jan Oblak lenkte einen Versuch von Jürgen Locadia gerade noch an die Stange (58.). Am Drücker blieb freilich der Finalist von 2014, im Finish war Zoet gegen den eingewechselten Fernando Torres erneut auf dem Posten (86.). Die Partie ging nach torlosen 90 Minuten in eine Verlängerung ohne Höhepunkte.

Das Elfmeterschießen war die logische Konsequenz - und auch dort ließ die Entscheidung relativ lange auf sich warten. Beide Teams waren bei ihren ersten sieben Versuchen makellos, ehe PSV-Offensivmann Luciano Narsingh beim Lattenschuss die Nerven flatterten. Ganz im Gegenteil zu Atleticos Juanfran, der mit einem souveränen Versuch den Erfolg der Gastgeber sicherstellte.

Kommentare