Manchester schießt sich ins Ligacup-Finale:
4:2-Erfolg über Zweitligisten Derby County

Nani, O'Shea, Tevez und Ronaldo treffen ins Netz Tottenham nach Zittersieg über Burnley Finalgegner

Manchester schießt sich ins Ligacup-Finale:
4:2-Erfolg über Zweitligisten Derby County © Bild: Reuters/Staples

Manchester United greift schon nach dem zweiten Titel in dieser Saison. Einen Monat nach dem Gewinn der Club-WM erreichte der englische Fußball-Meister das Endspiel im Liga-Cup. Im Halbfinal-Rückspiel setzte sich das Team von Trainer Sir Alex Ferguson im Old Trafford gegen den Zweitligisten Derby County mit 4:2 durch und machte damit die überraschende 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel vor zwei Wochen wett.

Nani, John O'Shea, Carlos Tevez und Weltfußballer Cristiano Ronaldo erzielten für den Tabellenführer der Premier League die Tore. Für Derby war Giles Barnes zweimal erfolgreich.

Getrübt wurde der Erfolg für Manchester durch gleich vier Verletzungen. Torschütze Nani musste früh ausgewechselt werden, Rafael da Silva verletzte sich am Oberschenkel und Anderson sowie Jonny Evans zogen sich Knöchelblessuren zu. Wie lange das Quartett ausfällt, ist ungewiss.

Zittersieg für Tottenham
Das zweite Semifinal-Rückspiel war nichts für schwache Nerven . Zweitligist Burnley, der das erste Match 1:4 verloren hatte, erzwang am späten Mittwochabend daheim gegen Titelverteidiger Tottenham Hotspur mit dem 3:0 eine Verlängerung. In dieser zogen die Gäste dann vor 19.533 Zuschauern den Kopf aus der Schlinge und schafften durch Tore von Pawljutschenko (117.) und Jermain Defoe (120.) das nicht mehr für möglich gehaltende Happy End.

"Das war der unangenehmste Abend in meinem Fußball-Leben", gestand Hotspur-Coach Harry Rednapp nach der nervenaufreibenden Partie. Sein Kollege, Owen Coyle, sprach aus, was seine Mannschaft, die u.a. Vorjahrsfinalist Chelsea und Arsenal eliminiert hatte, nach dem Schlusspfiff fühlte: "Das war für meine Burschen sehr grausam."

Dressensponsor weg
Wenige Stunden nach dem Aufstieg ins Finale erhielt Manchester United eine schlechte Nachricht und bekam die allgemeine Finanzkrise voll zu spüren. Das US-Versicherungsunternehmen "AIG" teilte dem aktuellen Gewinner der Champions League und der Club-WM mit, dass es den im Mai 2010 auslaufenden Dressen-Sponsor-Vertrag nicht mehr verlängern werde.

"Und wir führen mit dem Verein auch intensive Gespräche über den laufenden Kontrakt", ließ AIG per E-Mail an die englische Nachrichtenagentur Reuters wissen. Der einstige Gigant, der weltweit zu den Größten der Branche zählte, hatte im April 2006 den "Red Devils" 100 Mio. Dollar (77,3 Mio. Euro) für vier Jahre garantiert, war aber im "schwarzen November" 2008 mit über 150 Mrd. Dollar (116,0 Mrd. Euro) tief in die Rote Zahlen geraten und wurde nur mit Hilfe durch die US-Regierung gerettet.

Ganz aus heiterem Himmel traf ManU die Kunde aus Übersee nicht. Denn der Verein befindet sich bereits auf der intensive Suche nach einer potenten Firma, die bereit ist, sich die Präsenz auf den meist roten Trikots etwas kosten lassen. Anfang dieser Woche wurde publik, dass der indische Konzern Sahara, der die indische Cricket- und Hockey-Auswahl sponsert, als AIG-Ersatz infrage komme.

(apa/red)