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Manchester City neuer Spitzenreiter

"Citizens" fertigen Tottenham auswärts ab und sind Nr.1 - Weimann trifft für Villa

Vincent Kompany bejubelt sein Tor für ManCity gegen Tottenham © Bild: Jamie McDonald/Getty Images

Manchester City hat am Mittwoch die Tabellenführung in der englischen Premier League übernommen. Die "Citizens" feierten im Schlager der 23. Runde einen 5:1-Kantersieg auswärts gegen Tottenham und liegen nun einen Punkt vor dem Zweiten Arsenal, der sich bereits am Dienstag mit einem 2:2 in Southampton begnügen musste. Chelsea bleibt durch ein 0:0 gegen West Ham an der dritten Stelle

Manchester City ist die neue Nummer eins der Liga. Die Truppe von Manuel Pellegrini ging dank Sergio Aguero in der 15. Minute in Führung. Nach einem umstrittenen Elfmeter-Foul von Tottenhams Danny Rose sah der angebliche Übeltäter die Rote Karte, Yaya Toure verwertete den Penalty zur Vorentscheidung (51.).

Schon drei Minuten später brachte Edin Dzeko die Gäste mit 3:0 in Führung, nach dem Ehrentor für Tottenham durch Etienne Capoue (59.) stellten Stevan Jovetic (78.) und Vincent Kompany (89.) den Kantersieg des neuen Spitzenreiters sicher.

"Das ist der neue Meister"

Die Pellegrini-Elf hält nach 37 Pflichtspielen in dieser Saison schon bei 115 Toren und sind seit mittlerweile 20 Spielen ungeschlagen. Die Dominanz des neuen Spitzenreiters an der White Hart Lane versetzte selbst Tottenham-Trainer Tim Sherwood in Erstaunen. "Das ist die beste Mannschaft der Welt, auf jeden Fall die beste Mannschaft der Premier League", erklärte der Trainer. "Das ist der neue Meister."

Über den möglichen Titelgewinn wollte City-Coach Manuel Pellegrini allerdings nicht sprechen. "Darüber denken wir nicht nach, denn es sind noch 15 Runden zu spielen", betonte der Chilene. Trotz aller Zurückhaltung war dem früheren Real-Madrid-Betreuer allerdings die Freude über den zweiten Saison-Kantersieg gegen Tottenham nach dem Heim-6:0 im vergangenen November deutlich anzumerken. "Das war vielleicht unser bestes Match in der ganzen Saison. Wir haben auswärts gegen ein Team gespielt, das in guter Form ist, und fünf Tore geschossen. Und es hätten noch fünf oder sechs mehr sein können", sagte Pellegrini.

Einen Wermutstropfen gab es jedoch für ManCity - Stürmer-Star Sergio Aguero musste wegen einer Muskelverletzung ausgetauscht werden, die genaue Diagnose stand noch aus. Der Argentinier könnte zwar rechtzeitig zum Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Barcelona (18. Februar und 12. März) wieder fit werden, dürfte aber am kommenden Montag im Heimspiel gegen Chelsea fehlen.

Andreas Weimann bejubelt seinen Treffer für Aston Villa gegen West Bromwich
© Laurence Griffiths/Getty Images Andi Weimann hat wieder Grund zu jubeln

Weimann trifft erneut

Ein Erfolgserlebnis gab es für ÖFB-Legionär Andreas Weimann. Der in der 79. Minute ausgetauschte Teamspieler erzielte beim 4:3 vor eigenem Publikum über West Bromwich das zwischenzeitliche 1:2 aus Sicht der Gastgeber.

Weniger gut erging es Marko Arnautovic - der in der 72. Minute eingewechselte Wiener verlor mit Stoke City 0:1 in Sunderland und befindet sich nun mit seinem Club voll im Abstiegskampf.

Chelsea lässt Punkte liegen

Bei Chelsea kam hingegen die Tormaschine nicht ins Laufen. Die "Blues" erreichten an der heimischen Stamford Bridge gegen den Drittletzten West Ham United nur ein torloses Unentschieden.

Trainer Jose Mourinho wurde dabei von seinen eigenen Waffen geschlagen - für die Mannschaft des Portugiesen gab es gegen ultra-defensive Gäste kein Durchkommen. "Das war Fußball aus dem 19. Jahrhundert", schimpfte Mourinho über die Spielweise von West Ham.

Im Laufe seiner Trainerkarriere hatte "Mou" in wichtigen Spielen oft auf eine ähnliche Taktik gesetzt, um den Gegner zur Verzweiflung zu bringen. Diesmal wurde er selbst zum Opfer einer destruktiven Spielweise. "Meine Mannschaft hat alles probiert, ich kann ihr keinen Vorwurf machen. Ich hätte eine 'Black & Decker' mitbringen sollen, um die Mauer einzureißen", erklärte Mourinho.

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