"Man merkt die Aufbruchsstimmung":
Ortlechner sieht "neuen Spirit" im Team

Dietmar Constantini sei entscheidender Faktor Auch Drazan findet lobende Worte über Teamchef

"Man merkt die Aufbruchsstimmung":
Ortlechner sieht "neuen Spirit" im Team © Bild: APA/Jäger

Manuel Ortlechner hat im Nationalteam einen atmosphärischen Wandel ausgemacht. Der Austria-Verteidiger zählte bereits vor drei Jahren in den Länderspielen gegen Costa Rica und Venezuela zum Kader und schaffte unter Teamchef Dietmar Constantini den Sprung zurück. "Die jetzige Situation kann man überhaupt nicht mit der von 2006 vergleichen. Die Stimmung ist eine ganz andere", betonte der Oberösterreicher.

Dadurch sei auch die Außendarstellung der ÖFB-Auswahl deutlich verbessert. "Man merkt die Aufbruchsstimmung, es ist ein neuer Spirit drin und es sind viele neue Kräfte am Werk", erklärte Ortlechner. Als entscheidenden Faktor bei der Wiederherstellung der guten Laune im Nationalteam sieht der 29-Jährige die Arbeit von Constantini. "Aber das ist auch eine Hol- und Bringschuld. Man kann nicht darauf warten, dass der Betreuerstab das vorbetet, sondern man muss sich als Spieler auch selbst einbringen."

"Er kann auch anders sein"
Außerdem gehe die Rolle von Constantini weit über jene eines Stimmungsmachers hinaus. "Er wirkt oft nach außen lockerer als er ist. Er kann auch anders sein", meinte der fünffache Internationale.

Im Falle eines Sieges in Innsbruck gegen Litauen würde die WM-Chance noch leben, sofern die Franzosen daheim gegen die Färöer nicht gewinnen - ein für Ortlechner unrealistisches Szenario. "Intern wird wenig darüber geredet. Das Problem ist, dass wir es selbst nicht mehr in der Hand haben."

Auch Christopher Drazan hält nicht viel von derartigen Spekulationen. "Wir müssen einfach auf uns schauen und das Bestmögliche aus den beiden Spielen machen." Der Rapidler könnte mit etwas Verspätung sein Teamdebüt feiern, vor einem Monat musste er vor den Partien gegen die Färöer und Rumänien wegen einer Knöchelverletzung passen. "Ich war enttäuscht, weil ich die Chance gehabt hätte, zu spielen", meinte der 19-Jährige, der ebenfalls lobende Worte über Constantini fand. "Er redet viel mit den Spielern und baut dich nach Fehlern wieder auf."

(apa/red)