Mammografie zur Brustkrebs-Prävention:
Auch für Frauen mit Implantaten ohne Risiko

Zuvor: Viele Patientinnen hatten Angst vor Schäden Bindegewebshülle durch neue Technik nicht beschädigt

Die Mammografie ist eine Untersuchung für Frauen zur Brustkrebsvorsorge. Bisher hatten jedoch viele Patientinnen mit Implantaten davor Angst. Sie befürchteten eine Beschädigung der nicht-körpereigenen Bereiche. Nun hat der plastische Chirurg Dr. Carlo Hasenöhrl in Zusammenarbeit mit dem Radiologen Dr. Dieter Lungenschmid eine risikolose Möglichkeit für diese ganz gezielte Patientengruppe entwickelt.

Mammografie zur Brustkrebs-Prävention:
Auch für Frauen mit Implantaten ohne Risiko

Laut Angaben von Hasenöhrl könnte ein frühzeitig erkannter Brustkrebs zu 90 Prozent geheilt werden. Frühzeitig bedeutet, dass der Tumor noch so klein ist, dass er meist gar nicht ertastet werden kann. Im Schnitt würden aber nur 30 bis 60 Prozent der Frauen regelmäßig zur Mammografie gehen. Zwischen dem 35. und dem 40. Lebensjahr erfolgt in der Regel die Basisuntersuchung und in weiterer Folge werden jährliche Besuche empfohlen.

Probleme bei Implantaten
Diese Untersuchung sieht für die meisten Frauen normaler Weise unkompliziert aus. Anders stand es bisher um Damen mit künstlichen Brüsten. Das röntgendichte Implantat erschwerte bis jetzt die Beurteilung der Brust. Durch die Kompression wird das Implantat hohem Druck ausgesetzt. Eine Ruptur der Implantatwand ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber eine Verletzung der Bindegewebshülle, die der Köper um das Implantat baut, kann zu Einblutungen führen.

Rückgriff auf alte Erfindung
Bereits vor vielen Jahren wurde von einem schwedischen Arzt eine eigene Form der Kompressionsplatten entwickelt, die jedoch soweit in Vergessenheit geraten ist, dass selbst renommierteste Hersteller und Verkäufer von Mammografiegeräten damit nicht vertraut waren. Die zwei Spezialisten Hasenöhrl und Lungenschmid erneuerten und verbesserten diese Platten und setzen so neue Standards in diesem Bereich.

Neues Gerät voll im Einsatz
„Meine Verantwortung als plastischer Chirurg ist dafür zu sorgen, dass die Mammografie ohne erhöhtes Risiko durchgeführt werden kann und die Übersicht über die Brustdrüse erhalten bleibt.“ erklärt der Chirurg und spricht bereits von ersten Erfolgen. Seit einem Jahr sei die Neuheit in seiner Praxis im Innsbrucker Medicent im Einsatz und soll sich bestens bewährt haben. Der Druck auf das Implantat sei deutlich gemildert und die Übersicht über die gesamte Brustdrüse sei fast wie bei einer Patientin ohne Implantat möglich. (red)