Mali von

USA erwägen Luftschläge

Unterstützung im Kampf gegen die islamistischen Rebellen im Norden des Landes

Kämpfer der FLN-Miliz trainieren in Sevare. © Bild: REUTERS/Malin Palm

Die US-Regierung erwägt nach Informationen der "Washington Post" Luftschläge gegen islamistische Terrorgruppen im Norden von Mali. John Brennan, der für Terrorbekämpfung zuständige Berater von Präsident Barack Obama, evaluiere die Situation derzeit in Zusammenarbeit mit dem Außen- und dem Verteidigungsministerium, berichtete die Zeitung. Das Weiße Haus wollte auf Anfrage dahingehende Überlegungen nicht dementieren.

Tommy Vietor, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, erklärte dazu, es sei das Ziel des Präsidenten, Al-Kaida und somit auch dessen Zweig AQMI ("Al-Kaida im Islamischen Maghreb") zu vernichten. Die AQMI ist im Besitz umfangreicher Waffenvorräte aus libyschen Beständen, die nach dem Sturz des Gaddafi-Regimes außer Landes geschafft wurden.

Einsatz unter der Leitung Malis

Die USA hatten erst am Vortag ihre Unterstützung für einen afrikanischen Militäreinsatz gegen die islamistischen Rebellen im Norden Malis in Aussicht gestellt. Washington werde eine "gut geplante" und "gut ausgerüstete" Mission mittragen, sagte der für afrikanische Angelegenheiten zuständige stellvertretende US-Außenminister Johnnie Carson. Der Einsatz müsse aber unter der Leitung des Militärs von Mali stehen und von allen Nachbarstaaten gebilligt werden.