Asyl von

Hilfe für Flüchtlinge

Rund 7.000 Menschen soll in Malaysia und Indonesien Zuflucht gewährt werden

Bootsflüchtlinge © Bild: REUTERS/Thomas Mukoya

Malaysia und Indonesien wollen tausende auf See ausharrende Flüchtlinge für ein Jahr aufnehmen. Nach scharfen internationalen Appellen verständigten sich beide Länder am Mittwoch in Kuala Lumpur darauf, den rund 7.000 Flüchtlingen "humanitären Beistand" und "vorübergehende Zuflucht" zu gewähren, wie die Außenminister Malaysias und Indonesiens, Anifah Aman und Retno Marsudi, gemeinsam erklärten.

Die Flüchtlinge würden aber nur aufgenommen, wenn die internationale Gemeinschaft binnen eines Jahres für ihre Rückführung sorge. Die internationale Gemeinschaft müsse finanzielle Hilfe leisten, sagte Anifah. In den vergangenen Tagen waren in beiden Ländern und in Thailand tausende Menschen aus Myanmar (Burma) und Bangladesch eingetroffen, tausende weitere befinden sich teils seit Wochen noch auf See.

Menschen zurück aufs Meer geschickt

Auch der Außenminister aus Thailand war nach Kuala Lumpur gereist. Weil die drei Zielländer die Menschen auf mehreren Schiffen nur notdürftig versorgten und dann wieder aufs Meer schickten, gab es international heftige Kritik. Am Dienstag hatte die UNO die Regierungen zu einem Kurswechsel aufgerufen.

Am Mittwoch erklärte sich bereits Myanmar erstmals zu humanitärer Hilfe für die in Not geratenen Menschen. Viele der Bootsflüchtlinge vor Südostasiens Küsten gehören der Minderheit der Rohingya an und sind aus Myanmar geflohen. Als muslimische Minderheit sind sie in dem mehrheitlich buddhistischen Land systematischer Diskriminierung ausgesetzt.

Tausende Menschen driften nach Angaben von Menschenrechtlern teils seit Wochen auf überfüllten Booten vor den Küsten. Niemand will sie an Land lassen.

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