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Mailänder Modewoche: Tops & Flops

Heiße Trends für den Sommer 2015. Für den Alltag war aber wieder mal nichts dabei.

Mailänder Modewoche: Versace © Bild: Reuters/Stefano Rellandini

Grafik und Afrika, Hippie und Sport. Weite Volumen und knackige Formen. Aus solchen Kontrasten setzt sich der Mailänder Modesommer 2015 zusammen. Mit dieser Botschaft enden an diesem Montag nach sechs Tagen die Designerschauen der "Milano Moda Donna". Mehr als 70 große Defilees standen auf dem Programm. Die großen Revolutionen blieben dabei aus.

Und so werden die Stimmen immer lauter, die von den Designern mehr Zukunftsvisionen fordern. Die wichtigsten Ereignisse zusammengefasst als Tops und Flops.

Flop: Die 70er Jahre. Sie waren auf vielen Mailänder Laufstegen zu Gast. Wieder einmal. Was kann man dem Hippie-Stil noch an Neuem abringen? Nichts.

Max Mara Kollektion Frühjahr/Sommer 2015 auf der Mailänder Modewoche
© APA/EPA/Daniel Dal Zennaro Max Mara

Top: Leder ist nicht unbedingt ein typischer Sommerstoff. Doch mit Perforierungen, Schlitzen und eingestanzten Mustern gelingt ihm im nächsten Jahr ein ganz großer Auftritt. Und auch Denim-Stoffe bekommen wieder mehr Wichtigkeit.

Mailänder Modewoche
© imago/Independent Photo Agency Roberto Cavalli

Flop: Formen mit Überweite ließen manche Models fast in der Kleidung verschwinden. Was die Frage aufwirft: Wie geht die kleinere Frau mit diesem Trend um? Am besten: ignorieren.

Mailänder Modewoche: Giorgio Armani
© Reuters/Stefano Rellandini Giorgio Armani

Top: Ein kleines Detail mit großer Wirkung. Markante Ziernähte in Kontrastfarben bringen Leben auf schwarze Flächen, so etwa bei Prada und Versace.

Mailänder Modewoche: Prada
© Reuters/Stefano Rellandini Prada

Flop: Was trägt die Frau eigentlich, wenn sie im Büro arbeitet oder in den Supermarkt geht? Für solche Alltagssituationen fühlen sich die meisten Designer wieder einmal nicht zuständig.

Top: Grafik oder Afrika, floral oder abstrakt - die neue Mailänder Mode schwelgt in Mustern.

Fendi Frühjahr/Sommer Kollektion 2015 auf der Mailänder Modewoche
© APA/EPA/Daniel Dal Zennaro Fendi

Flop: Byblos, Genny, Les Copains... Die Reihe ließe sich noch verlängern. Es sind Namen mit großer Vergangenheit auf der Suche nach einem Weg in die Zukunft. Mal soll es ein neuer Designer richten, mal eine andere stilistische Ausrichtung. In den meisten Fällen hilft leider nichts von beidem. Ausnahme: Moschino. Dort hat der amerikanische Designer Jeremy Scott zumindest einen Hype entfacht.

Top: Zum Beispiel Stella Jean, MSGM oder Fausto Puglisi. Neue Namen, die noch Geschichte schreiben wollen. Erste Spuren haben sie nun gelegt, in den kommenden Saisons müssen sie Konstanz nachweisen.

Fausto Puglisi Kollektion Frühjahr/Sommer 2015 auf der Mailänder Modewoche
© APA/EPA/Daniel Dal Zennaro Fausto Puglisi

Flop: Blogger sind inzwischen ein fester Bestandteil der Mode-Szene. Wenn sie aber nach einer Show jedem Model hinterher stürzen, um es auf die Speicherkarte zu bekommen, hat das schon etwas Hysterisches.

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