Maikäfer melden sich zahlreich zurück: Stellenweise bereits massenhaftes Auftreten

In Vorarlberg und zwei Gebieten des Weinviertels Gefräßige Engerlinge schaden der Landwirtschaft

Maikäfer melden sich zahlreich zurück: Stellenweise bereits massenhaftes Auftreten © Bild: Corbis/Spicht

Die Maikäfer sind wieder da und treten in bestimmten Regionen massenhaft auf. In Vorarlberg und in zwei Gebieten des Weinviertels (Feuersbrunn und Herrnbaumgarten) wird laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) heuer ein sehr starker Maikäferflug beobachtet. Ein Phänomen mit Folgen: Solche Zonen breiten sich mit jeder Käfergeneration weiter aus und auch in den Folgejahren ist mit Schäden durch Engerlinge an Wein, Obst- und Baumschulgehölzen und im Grünland zu rechnen.

Weil sich die Käfer nach regelmäßigen Zyklen entwickeln, kann man recht gut vorhersagen, in welchen Regionen mit einem Auftreten zu rechnen sein wird. Je nach Durchschnittstemperatur brauchen die Tiere drei oder vier Jahre, um sich vom Ei zum fertigen Käfer zu entwickeln. Ab dem Ende der 1960er Jahre des vorigen Jahrhunderts ging das Vorkommen der Tiere bis auf wenige Ausnahmen überall stark zurück.

Beobachtungen der AGES zeigen demgegenüber, dass innerhalb der letzten zwei bis drei Maikäfer-Generationen gebietsweise wieder ein Anstieg der Flugstärke feststellbar ist, wodurch die Tiere auch ein Indikator für die Klimaverhältnisse sind. Denn im Gefolge von besonders warmen oder kühlen Jahren kann es auch vorkommen, dass die Käfer gebietsweise ein Jahr früher oder später als vorgesehen schlüpfen. Diese neue Flugperiodik wird dann auch in Zukunft solange beibehalten, bis sich die Klimaverhältnisse erneut ändern.

Engerlinge besonders gefräßig
Maikäfer wurden bereits seit alters her als große Plage für die Landwirtschaft betrachtet, derer man sich mit damaligen Mitteln zu erwehren suchte. Die Bekämpfung der Maikäfer hat sich allerdings immer schon als schwierig gestaltet. Im Mittelalter wurden die Käfer sogar vor Gericht gestellt. Das Einsammeln der erwachsenen Käfer war die längste Zeit die einzige Bekämpfungsmethode. Die hauptsächlichen Schäden werden allerdings von den Engerlingen, also den Larven der Käfer, verursacht.

(apa/red)